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Sri Sai Prana Yoga

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Sri Sai Prana Yoga

Spaß an Partnerübungen?
Wie das Leben so spielt

von Karin Müller


Yoga war schon immer ein Wort voller Magie und fremdem
Zauber, beflügelte meine Phantasie und weckte meine
Neugier. So empfand ich schon vor mehr als 25 Jahren,
wenn ich von Yoga hörte. Meine erste Teilnahme an einem
Yoga-Kurs ergab sich 1993 – wie wunderbar und aufregend!
Damals wusste ich allerdings noch nicht im Ansatz,
dass Yoga viel mehr ist als einfach nur Körperübungen.
Karmische Möglichkeiten sind wie Türen, die man öffnen
kann oder nicht. Und so führte mich einige Jahre später
der Yoga-Pfad an den „Start“ des spirituellen Weges. Yoga
faszinierte mich. Ich besuchte weitere Yoga-Kurse, übte
täglich auf der Yogamatte, verschlang Literatur und erlernte
schließlich die Prana-Heilung. Welch ein Geschenk! Mit
Begeisterung nahm ich an allen Kursen teil: Grundkurs,
Prana II, Psychoprana, Prana Selbstschutz, Prana-Intensiv,
Kristallheilung, Workshops und dann 2013 als besonderes
Ereignis das Jahr meiner Yogalehrerausbildung, und dies
dazu noch in Rishikesh, direkt am Ganges, am Fuße des Himalaya,
dort wo, wie man sagt, die Wiege des Yoga steht.
Ich erlebte eine unbeschreiblich faszinierende Zeit. Unfassbar,
wie Yoga und Prana-Heilung mein Leben bereicherten!

Unerwartet für mich ergibt sich die Möglichkeit, in meiner Physiotherapiepraxis Yogastunden zu vertreten, die erste Gelegenheit selbst zu unterrichten, und aus den Vertretungsstunden wird erst ein Kurs, dann wöchentlich mehrere
Kurse. Es folgt die Volkshochschule, weitere Kurse in der Sporthalle einer Grundschule. Eine aufregende, wenn auch
anstrengende Zeit beginnt: drei Yogakurse in der Woche für ca. 35 Yogaschüler, Vor- und Nachbereitung des Unterrichts,
eigene Yogapraxis, Prana-Übungsabende, Behandlungen, Selbstheilung und dies neben einem Fulltime-Job, Ehemann, drei Kindern und Enkelkindern, Haus und Garten. Im Jahr 2016 wird mir ein weiteres Geschenk zuteil – eine Meditationsreise mit Master Sai nach Südindien! Tiruvannamalai, Arunajala, Ashram Ramana Maharshi, Narsapur, MEEF-Schule, Shirdi, der Ashram von Shirdi Sai Baba… Unvergessliche Erlebnisse! Es fühlt sich ein bisschen an wie “nach-Hause-kommen“. Viele Eindrücke, viele Erkenntnisse, viele gute Energien, ich sauge alles auf und weiß, ich brauche Zeit, alles aufzunehmen und wirken zu lassen.

Zu Hause erwarten mich neue Nachrichten. Yogalehrer in der Vorkshochschule scheiden aus, und es wird dringend Ersatz gesucht. Zuerst habe ich Bedenken. Wird das zuviel? Aber in ganz Thüringen finden sich keine anderen Yogalehrer. So sagte ich zu und so wird mein vierter Yogakurs geboren, mittwochs in den Räumlichkeiten der Volkshochschule und es geht bestens.Jetzt sind es wöchentlich vier Yoga-Kurse mit insgesamt 50-58 Schülern, die ich unterrichten dar. Danke!. Es ist allerdings schon anstrengend: verschiedene Räumlichkeiten in verschiedenen Orten, immer Autofahren, jeweils alles „Zubehör“ mitnehmen und nichts vergessen.

Als ich als frischgebackene Yogalehrerin aus Indien zurückkehrte, war da kurzzeitig der Traum vom eigenen Yoga-Studio.
Trotz Eigenheim und langen Überlegungen ist daraus einfach nichts geworden. Ein bisschen schade, ja…vielleicht aber wer weiß, was die Zukunft für mich bereit- hält. Mit den mir zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten habe ich mich gut arrangiert: Teelichter und Räucherstäbchen auf den Sport-Bänken, Klangschalen, ein Saphir-Klangspiel, ein kleiner Ganesha macht den Weg frei, das „OM“ von Grandmaster Choa KoK Sui während der Stunden, die Yogamatte aus Narsapur, das gesungene Mantra am Ende jeder Stunde. So werden auch diese Räumlichkeiten „yoga-heimelig“.

Letztendlich ist es das Wissen, was zählt, das an die Schüler weitergegeben wird, unabhängig von Zeit und Räumlichkeit. Letztendlich ist es die Lehre - und nicht der Lehrer, ist es die Matte - und nicht das Studio. Es ist das Finden der eigenen Mitte, das Finden zu sich selbst, sich selbst wieder spüren, den Körper wahrnehmen, den Atem spüren, wieder lernen, ganz bei sich zu bleiben, sich selbst wieder wertschätzen, sich so zu akzeptieren, wie es im Hier und Jetzt ist. Und dazu braucht´s eigentlich nur eine Yogamatte symbolisch ausgerollt mitten im Gewusel einer Großstadt, oder nicht?... Der wahre Yoga-Weg führt nach innen tief im Herzen sich selbst wieder spüren, das Selbst finden…
ohne Glanz und Schmuck von außen…und das geht überall.

Danke für den großen Segen! Danke an alle, die mir geholfen haben, danke an meine Lehrer Master Sai und Acharya Sasidhar, danke Acharya Winfried, danke Conny und Torsten aus Erfurt, danke Kerstin aus Sömmerda, danke der VHS Sömmerda, danke meinen Yoga-Schülerinnen und Yoga-Schülern, danke meinem Ehemann für Unterstützung, Verständnis und Geduld, danke meinen Kindern und Schwiegerkindern für ihr Verständnis, Danke meinen Enkelchen Hannah und Paul für ihre Liebe.


Namasté