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Sri Sai Prana Yoga

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Sri Sai Prana Yoga

Spaß an Partnerübungen?
Mein Herzensweg des Yogas

Intensiv-Yogalehrerausbildung

In 2016 begann mein Herzensweg des Yogas, auf den ich durch meine Hausärztin Frau Dr. Christa Wirkner-Thiel gebracht wurde. Ich habe regelmäßig an ihrem Kurs „Yoga für Stressentlastung“ teilgenommen, der mir unglaublich guttat, besonders die gesungene Entspannungsphasen habe ich absolut genossen und konnte einfach mal zur Ruhe kommen. Außerdem hat mich die Meditation über 2-Herzen immer wieder in die Sri Sai Prana Yoga Schule gezogen - denn auch Meditation ist ein Teil des yogischen Lebensstils.

Morgens um 6.00 Uhr saßen wir dann (manchmal auch nur zu zweit) und haben meditiert und anschließend gemeinsam gefrühstückt. Diese offene, herzliche Energie und die Stärke dieser Frau hat mich sofort beeindruckt.

Gespannt lauschte ich, wenn sie von ihrem Lehrer Grandmaster Choa Kok Sui und Master Sai erzählte und spürte ihre tiefe Verbundenheit und Dankbarkeit. Dann war es soweit, Master Sai und Ruth & Yogacharya Sasidhar und Jyothi kamen zum Satsang nach Hamburg und Christa lud mich dazu ein. Ich wollte unbedingt dabei sein, aber zu der Zeit, machte mein Körper leider nicht immer so das, was er eigentlich sollte. Mein Umgang der letzten Monate und Jahre mit dem beruflichen Stress in der Position als Assistentin der Geschäftsführung, viele Überstunden und das „nicht nein sagen können“, führten mich letztendlich in die integrative Praxis und zur Heilung durch Yoga, Prana-Heilung und Meditation.

So sagte mir meine innere Stimme ganz deutlich; „geh zum Satsang“. Ich befand mich mitten auf meinem inneren Kriegsgebiet - ein Kampf zwischen Körper, Geist und Seele. Von der Bedeutung des Yogas, der sogenannten Einheit, war ich weit entfernt, aber der Kreuzzug meiner Seele begann. Heute würde ich rückblickend behaupten, dass genau an dem Tag auch meine erste Bhagavad Gita-Unterrichtsstunde von meinem großartigen Lehrer Sasidhar startete. Ich werde den für mich entscheidenden Satz des Tages: „ALL LIFE IS YOGA“ nie vergessen.

Wäre Yoga nur eine Sportart, wäre ich gewiss nicht Yogalehrerin geworden, denn Sport war ehrlich gesagt nie meine Stärke. Dennoch fühlte ich mich sogar mit dem Üben der Asanas recht wohl und vertraute meinem inneren Gefühl. So auch, als Christa mir von der bevorstehenden Yogalehrerausbildung in der Meef School im November 2017 berichtete.

Der Wunsch keimte in mir und wurde nach und nach größer. Schließlich sprach ich mit Björn, meinem zu der Zeit noch Verlobten, über diese tief aus meiner Seele kommenden Sehnsucht. Bei den Hochzeitsvorbereitungen kamen wir natürlich auch auf das Thema Flitterwochen und so stand plötzlich Indien und die Yogalehrerausbildung im Raum. Eigentlich war Fliegen durch die Panikattacken gar kein Thema, doch da war sie wieder; diese innere Stimme, die stärker war als alles andere.

Björn’s erste Reaktion: „Du willst was?“ Ich - der Sportmuffel, Björn - der Sportjunkie (Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an). Aber geht es beim Yoga um körperliche Fitness?! Björn kam zwischenzeitlich immer öfter mit zum Yogaunterricht und spürte, wie gut es ihm danach ging. Aber gleich eine Ausbildung?! Seine Befürchtung: stillsitzen und meditieren - meine Befürchtung: hauptsächlich Körperübungen. Wir ließen nicht unseren Kopf oder Bauch, sondern das Herz entscheiden und Björn meldete uns an. Ich freute mich riesig!

Die Tage wurden gezählt..dann endlich..Abflug - zum Glück hatte ich kurz zuvor noch Prana lll gelernt und konnte somit gegen meine Flugangst wirken.

Ein herzlicher Empfang von Christa und MasterSai am Flughafen. Unsere erste Gruppenreise und es wurde sich um alles für uns gekümmert. Ankommen und einfach loslassen, so wundervoll. Venja unterstützte liebevoll und sagte uns, wo es langgeht. In Indien wurden wir dann von Acharya Sasidhar mit duftenden Blütenketten empfangen, die er jedem persönlich sehr sorgsam umhängte. Ich freute mich auch riesig auf Jyothi, denn diese faszinierende Frau, die für den Aufbau der Schule und Bildung der Kinder in ihrer Heimat unermüdlich kämpft, beeindruckte mich vom ersten Augenblick. Ihre Wärme hat jeden Winkel der Schule erfüllt und gab einem das Gefühl nach Hause zu kommen. Da waren wir nun: die Schüler der Yogalehrerausbildung von 2018!

..und Björn und ich - in unseren Flitterwochen!

Wie sagt man in Hamburg so schön: „Nicht lang Schnacken“ - also Yogamatte raus und auf geht’s.

Wir konnten es alle kaum erwarten zu beginnen. Ein angenehmer, süßlicher Duft der vielen Blumen rundherum lag in der Luft, warme Sonnenstrahlen und dennoch eine milde Brise – 4 tolle Wochen erwarteten uns.

Der bewegendste Moment war für Björn und mich die Shiva-Zeremonie, bei der wir noch einen Hochzeitssegen erhielten.

Hingebungsvoll wurde alles für die Zeremonie hergerichtet, Kerzen platziert, Blumenketten befestigt und das Gesamtbild trug Jyothis mit Liebe erfüllte, sorgsame und mütterliche Handschrift.

Für uns war die spirituelle Hochzeit etwas ganz Besonderes und unbeschreiblich schön. Es ist durch diese Zeremonie eine viel tiefere Verbindung zwischen uns entstanden, als wir es uns jemals hätten träumen lassen können. Wir danken an dieser Stelle noch einmal unseren Gastgebern für diese wundervolle Möglichkeit und der gesamten Gruppe für die

Segnungen und liebevollen Wünsche! Gemeinsam haben wir als Gruppe mit unseren Lehrern in der gesamten Zeit der intensiven Ausbildung so viel gelacht, geweint, gelernt, gesungen, getanzt, gegessen, geredet, genossen - und eine Menge Spaß gehabt. Dabei vergingen die 436 Unterrichtseinheiten á 45 min in Bhagavad Gita, Anatomie, Pranayamas, Asanas, indische Kultur und des allabendlichen Satsangs wie im Flug.

Zu dem Zeitpunkt stand das Unterrichten für mich an zweiter Stelle. Denn wie heißt es so schön; Du kannst niemanden führen, wenn du den Weg nicht kennst. Also durchlief ich erst einmal meinen individuellen Weg des Yogas, um der Frage „Wer bin ICH“ auf den Grund zu gehen. Und ich denke, so hatte jeder von uns während der Yogalehrerausbildung seine ganz persönlichen Prüfungen und Schwierigkeiten zu bestehen. Durch Mitgefühl und Verständnis von Björn, dieser hilfsbereiten und tollen Gruppe und von unseren großartigen Lehrern, die jederzeit durch diese stürmische Zeit halfen und führten, fand ich mein lang ersehntes Ziel und gleichzeitig den tieferen Sinn der Aussage ALL LIFE IS YOGA.

Der Yogaunterricht fand nicht nur mit Worten, sondern in Tat und Wahrheit statt. Meinen unschätzbaren Dank für all die Segnungen an meinen Guru Sasidhar Reddy und Master Sai Cholleti, für das „zu Hause - Gefühl„ durch Jyothi, meiner liebevollen spirituellen Lehrerin Dr. Christa Wirkner-Thiel, die Richtungsweisungen von Venja und den langen Atem von Winfried:

Guru Brahma, Guru Vishnu,
Guru Devo Maheshvarah,
Guru Sakshat Parabrahma,
Tasmai Sri - Gurave Namah.

Ich unterrichte Yoga mit riesiger Freude und Hingabe, um das
erhaltene Wissen weiterzugeben und um diese Erfahrung der
Heilung mit allen Suchenden zu teilen.

Christin Dunker

Yoga News Ausgabe Oktober 2018 Web.png