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Sri Sai Prana Yoga

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Sri Sai Prana Yoga

Spaß an Partnerübungen?
Mein Weg zu authentischem Yoga

BESONDERHEITEN DES SRI SAI PRANA YOGA

"Lass deinen Körper so ausdauernd, deine Emotionen so ausgeglichen und deinen Geist so klar wie möglich sein.“ Eine Aussage aus meinem ersten Yogabuch, die mir eindrücklich in Erinnerung geblieben ist. Ich weiß noch genau, wie ich als Vierzehnjährige in der Buchhandlung stand und dieses Yogabuch mit den vielen bunten Abbildungen auswählte. Die Yogahaltungen versprachen besondere Wirkungen auf körperlicher, emotionaler und geistiger Ebene. Meine Neugierde war geweckt. Ich übte die Positionen nacheinander in der vorgeschlagenen Reihenfolge. Viele der Dehnungen kannte ich bereits aus meinem Turnunterricht. Doch etwas war anderes. Es stellte sich bei den ersten Übungsversuchen ein Gefühl tiefer Entspannung und Freude ein. Wie kam dieses Gefühl zustande? War es eine bestimmte Yogahaltung? War es die Reihenfolge der Übungen oder vielleicht meine innere Sehnsucht, die überkörperlichen Wirkungen des Yoga zu spüren?

 

Nach anfänglichen tollen Erfahrungen schwand meine Begeisterung. Die wunderschönen Gefühle stellten sich nicht mehr ein.  Es musste wohl so ähnlich sein, wie Paulo Coelho es in seinem Buch „Der Alchemist“ formuliert: „Eine Suche beginnt immer mit dem Anfängerglück.“ Die Lektion ist klar:  Wenn du dich auf deinen Seelenweg begibst, dann bestärkt dich das Universum am Anfang mit guten und positiven Erfahrungen. Du bekommst einen Vorgeschmack und dann liegt es an dir, diesen Weg zu gehen oder auch eine andere Richtung einzuschlagen. Es ist dein freier Wille.

 

In meinem Fall war eine innere Flamme angeheizt worden, die im Verborgenen weiter flackerte und mich antrieb, verschiedenste Yoga- und Meditationsrichtungen auszuprobieren. Schließlich war es auch diese verborgene Kraft, die mich zur Prana-Heilung und Master Sai führte.

 

Sri Sai Prana Yoga berücksichtigt das Wissen der Prana-Heilung

 

Master Sai praktizierte als junger Mann in indischen Klöstern intensiv Yoga und qualifizierte sich als Yogameister.  Als er nach Deutschland umsiedelte und seine erste Yogaschule eitete, bekam er öfter den Satz zu hören: „Wow, das ist also Yoga!“ Das original indische Hatha Yoga aus der Tradition von Sivananda war doch etwas anderes als das, was vor 30 Jahren hier im Westen allgemein unter dem Begriff Yoga unterrichtet wurde. Mit dem Segen von Grandmaster Choa Kok Sui, dem Begründer der Prana-Heilung schaffte Master Sai eine Synthese aus Hatha-Yoga und Prana-Heilung: das Sri Sai Prana Yoga. Wobei sich Sri Sai auf den großen Yogi und Heiligen Sri Shirdi Sai Baba bezieht.

 

Sri Sai Prana Yoga betont den energetischen und spirituellen Aspekt

 

Viel wusste ich nicht über Sri Sai Prana Yoga, als ich mich 2017 zur Yogalehrerausbildung in Indien anmeldete. Es war das Vertrauen in die Prana-Heilung und Master Sai, das mich dazu bewog. Insgeheim hoffte ich, dass sich die wohltuenden Wirkungen meiner ersten Yogaversuche als Teenager wiedereinstellen würden. Ja, ich wollte einen Monat lang intensiv mit meinem Körper und meinem Geist arbeiten. Als ich mich in den ersten Yogastunden körperlich unterfordert fühlte, stellte sich eine gewisse Frustration ein, und auch das gute Gefühl blieb erst mal aus. Als ehemalige Wettkampf-Turnerin war ich es gewohnt, meinen Körper zu fordern. Wenn ich ein Yogastudio besuchte, wählte ich immer die schwierigsten Kurse aus. Niemals zuvor hatte ich an einer Yogaanfängerstunde teilgenommen, und hier in Indien lernte ich nun die Yogaübungen komplett von der Pike auf. Mein Verstand, der sich meldete mit „Das kenne ich bereits“ und „Kann ich schon“, war gar nicht zufrieden. Doch ich wurde wachgerüttelt, als Master Sai sagte, die schwierigste Übung sei die Entspannungshaltung Shavasana. Konnte das sein? Mir dämmerte, es gab noch etwas Wichtigeres als die physische Ausführung der Position. Wie oft hatte ich es schon gehört: „Yoga ist mehr als Sport“. Gerade weil die Wirkung von Yoga über den physischen Körper hinaus geht und 

die tieferen Schichten unseres Seins berührt, hatte es mich als Teenager so fasziniert. Hier war ich nun in Indien auf meiner Yogamatte als vermeintliche Yoga-Fortgeschrittene und erkannte, dass ich eigentlich ziemlich wenig über die tieferen Ebenen des Yoga wusste. Ich war in dieser Hinsicht ein totaler Yoga-Anfänger. Mit dem Geist des Anfängers konnte ich mich für die Unterweisungen zwischen den gesprochenen Worten öffnen. Ich wurde während der Yoga-Übungen bewusster und konnte langsam ihre Wirkungen auf den Energiekörper und die Chakren spüren. Nach einer Woche Yoga, Bhagavad Gita Unterricht und Mantren chanten war es mir gar nicht mehr wichtig, ob die Yoga-Übungen meine Muskeln nun mehr definierten, meine Bänder mehr dehnten oder meine Sehnen mehr streckten. Ich wollte vor allem die alles durchdringende, alles klärende und alles erhellende Hingabe der großen Yogis entwickeln. Master Sai und unser Bhagavad Gita Lehrer Acharya Sasidhar sind hier perfekte Vorbilder.

Sri Sai Prana Yoga zeichnet sich aus durch gezielte Lenkung des Atems, bewusste Entspannung und eine sorgfältig abgestimmte Reihenfolge

 

Erstaunlicherweise fing ich an, gerade die einfacheren Übungen zu genießen. Sie ermöglichten es mir, bewusst zu atmen und die Wirkung der Asanas durch gezielte Lenkung des Atems zu intensivieren. In den Yogapositionen sollten wir immer wieder unnötige Anspannungen lösen. Gar nicht so einfach, wenn man als Turnerin

 

gewohnt ist, Übungen mit maximaler Spannung auszuführen. Aber es macht durchaus Sinn. Wie soll die Energie frei fließen, wenn der Körper angespannt ist? Nur durch die kleine Korrektur die Füße oder Beine zu entspannen, fühlen sich viele Positionen sofort intensiver an. Für mich ist diese Entspannung ein Schlüssel für die effektive Praxis. Ich frage mich, warum ich niemals zuvor in einem Yoga-Buch darüber gelesen habe. Aber vielleicht habe ich es auch überlesen, mein Fokus lag stets darauf, tiefer in die Dehnung zu kommen und die Übung beeindruckender ausführen zu können. Auf meiner Yogamatte in Indien musste ich, die ich zu Hause selbst Shavasana ausließ, lernen, mich in und auch zwischen den Asanas zu entspannen.
Zu Beginn wertete mein kritischer Verstand die Entspannung zwischen den Positionen noch als Anfängerpause ab. Nach und nach leuchtete mir jedoch diese Phase ein. Die Entspannung des in der Asana beanspruchten Bereichs ist genauso wichtig wie die Übung selbst. In der Entspannung wirkt die Energie nach. Dies hätte ich wohl ohne Sri Sai Prana Yoga nicht erfahren.

Dass die Reihenfolge der Übungen eine Rolle spielt, ahnte ich hingegen bereits. Auch in meinem ersten Yogabuch gab es bestimmte Sequenzen. Die Logik dahinter kannte ich allerdings nicht. Welche Übungen aufeinanderfolgen, hängt mit dem Energiefluss im Körper zusammen. Das System der Meridiane und Chakren ist eine Wissenschaft für sich. Umso besser, dass Swami Sivanda mit seiner unendlich großen Weisheit, ein perfekt aufeinander abgestimmtes Übungssystem entwickelt hat, das wir Geist klarer. Die Prana-Energie durchströmte meinen Körper kontinuierlich freier. Eine 2-stündige Yogasession mit Master Sai verging jedes Mal wie im Flug. Es stellte sich schließlich wieder das unbeschreiblich gute Gefühl ein, welches ich als Teenager unter Anfängerglück verbuchte.
 

Sri Sai Prana Yoga ist für Alle und zeigt unmittelbare Wirkung

Zurück in Deutschland unterrichtete ich meine Arbeitskollegen, genauso wie ich es gelernt hatte. Die gesungene Endentspannung kam nicht bei jedem gut an. Die Rückmeldungen waren von „Ich konnte mir das Lachen nicht verkneifen“ bis „Sanfte Wellen der Freude durchströmten meinen Körper“. Doch abgesehen von der Endentspannung waren die Rückmeldungen meiner Kollegen zu Sri Sai Prana Yoga durchweg positiv. Und das bei einem Teilnehmermix aus geübten Yogis und Kollegen, die vor allem kamen, weil es im Rahmen der Arbeitszeit bezahlt wurde. Ein männlicher Kollege berichtete einmal, dass er, nachdem es zweimal ausgefallen ist, wieder mit Rückenschmerzen zu kämpfen hatte. Die Yogaübungen wirkten, obwohl er erst seit kurzem praktizierte und auch nur für 1 Stunde die Woche.

Sri Sai Prana Yoga Lehrer sind Teil einer kraftvollen Segenslinie

 

Ich erinnere mich noch gut an das Gefühl der ersten Sri Sai Prana Yogastunde für meine Arbeitskollegen. Auch wenn wir das Unterrichten in Indien intensiv geübt haben, war ich aufgeregt. Sollte ich noch andere Übungen einbauen? Ich erinnerte mich an die Aussage von Master Sai: „Wenn ihr Sri Sai Prana Yoga in reiner Form ohne große Experimente unterrichtet, werden die Leute gerne zu euch kommen“. Ich dachte lange über diese Worte nach. War dies eine Zauber-
formel für Erfolg? Nachdem ich die erste Yogastunde in Deutschland gegeben hatte, stellte sich ein tiefes Gefühl inneren Friedens ein. Ich war einfach glücklich. Welche Energien bewirkten dies? Lag es an dem kurzen Gebet, das ich vorher im Stillen gesprochen hatte? Zuerst glaubte ich, es sei wieder Anfängerglück, aber auch nach den darauffolgenden Stunden war ich freudig erfüllt. Für mich ist die Antwort klar: der Segen des großen Yogi Swami Sivananda, des Heiligen Sri Shirdi Sai Babas und aller hoher Wesen des Yogas wirkt. Wie, kann ich mit dem Verstand nicht erklären, aber mit dem Herzen fühlen.

 

Besonders deutlich spürte ich dieses Prinzip oder besser gesagt spürte ich es nicht, als ich später im Fitnessstudio unterrichtete. Meine rationalen Erwägungen veranlassten mich zu glauben, dass Yoga hier fordernd und schweißtreibend sein müsste. Also plante ich mit Hilfe von YouTube Yoga-Fitnessstunden. Auch wenn diese Stunden auf dem Papier perfekt durchorganisiert waren, blieb ein Teil von mir nach der Stunde unbefriedigt. Daher kehrte ich wieder zum authentischen Sri Sai Prana Yoga zurück. Zu Beginn einer neuen Yogastunde erwähne ich immer wieder gerne, dass ich Sri Sai Prana Yogalehrerin bin. In der Tradition von Master Sai und den großen Heiligen zu unterrichten ist etwas, worauf ich durchaus stolz bin.

 

Rebecca Bernsmann



 

 

 

 

 


 

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