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Sri Sai Prana Yoga

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MEIN NEUES LEBEN MIT DER BHAGAVADGITA

Seit ich im November 2017 bei Master Sai die Yoga-Lehrerausbildung in Narsapur, Indien absolviert habe, hat sich viel Erstaunliches und Positives in meinem Leben verändert. Mein Leben teilt sich daher grob in zwei wesentliche Abschnitte ein: Mein Leben davor und mein Leben danach. Mit meiner Selbstoffenbarung in diesem Artikel  hoffe ich,  alle Yoga- und auch Prana-Freunde zu motivieren, trotz aller Schwierigkeiten den Weg des Yoga weiter zu gehen mit viel Mut, Kraft und Hingabe.

 

Ich arbeite als Apothekerin in einer öffentlichen Apotheke. Hier bin ich immer nah am Menschen dran, da ich viele Patienten persönlich berate und versorge. In der Beratung zu Fragen der Selbstmedikation kann ich meinen Heilberuf in großer Vielfalt und in einer herausfordernden Intensität ausleben. Natürliche Heilverfahren finanziert die Kassenmedizin kaum und verpasst so wertvolle Heilungschancen. Die „Marktlücken“ im Bedarfsfeld der gesuchten und nicht gefundenen Heilung werden mir täglich durch viele Patienten-Schicksale offenbart. Darin sehe ich eine wunderbare Chance für die Verbreitung des Sri Sai Prana Yoga und der Prana-Heilung nach GMCKS.
 

Zwar empfinde ich meinen Beruf als erfüllend, spannend und wertvoll, doch in den letzten Jahren habe ich in persönlichen Gesprächen mit Kunden bei diesen zunehmend Angst, Aggressivität, Unsicherheit, Unzufriedenheit und Einsamkeit erlebt. Vieles hat mich oft emotional mitgenommen. Hinzu kommen in meiner Branche ein hochakuter Fachkräftemangel, unfairer Wettbewerb von ausländischen Versandapotheken, grandiose Lieferengpässe bei Arzneimitteln und immer höhere Anforderungen durch den Gesetzgeber, die eine straffe Mehrarbeit abverlangen. All diese Stressfaktoren lösten in mir regelmäßig Zweifel am Sinn meiner Tätigkeit, Frustration und regelmäßig körperliche Erschöpfung aus. Von aufrichtiger Hingabe kann in so einem gestressten Zustand nicht die Rede sein. Ich war eher geneigt, vor der anstrengenden, scheinbar sinnlosen Pflichterfüllung zu fliehen - ähnlich wie es der Krieger Arjuna tun wollte, bevor er in seine Schlacht zog.

 

Völlig erschöpft also, müde und blass kam ich in Narsapur mit der Gruppe unserer auszubildenden Yogafreunde an. Es folgte eine vierwöchige intensive Ausbildung in der Praxis des Hatha-Yoga, der Pranayamas und Voresungen zum Inhalt der Bhagavadgita. Diese lichtvolle Zeit der Ausbildung war für mich eine wunderschöne, erholsame und sehr lehrreiche. Anstrengungen habe ich mit Neugier angenommen.
 

Feine, stärkende Energien nahm ich an diesem wunderbaren Ort Narsapur wahr. Neben Reinheit, Einfachheit  und Schönheit des Ortes, der Unterkunft und der Nahrung erfuhr ich hier die starke Liebe und Hingabe unserer Lehrer Master Sai und Acharya Sechidar an uns Schüler. Ein Geschenk, eine gesegnete Gabe, die mit Worten nicht zu beschreiben ist. Vielen Dank!
 

Hier, an diesem besonderen Ort habe ich die erste Bekanntschaft mit der Bhagavadgita gemacht. Was für eine Offenbarung, die mir die Tränen der Freude und Dankbarkeit in die Augen getrieben hat! Was für eine Faszination, was für ein Schock, was für eine Begeisterung! Ich war innerlich leer und gleichzeitig angefüllt vor Glück beim Hören der Vorlesung und der Erklärungen von Acharya Sasidhar.

Jetzt endlich wurde mein jahrelanges Suchen klarer, zielgerichteter und auch etwas erfolgreicher: Das Wort Gottes mit einer klaren Anweisung zum Weg des Yoga, der sehr viel mehr ist als Asanas und Pranayamas zu praktizieren. Der Antworten für alle Formen des Zweifelns gibt und diese komplett ausräumt. Wow!
 

Als ich nach meiner Yoga-Lehrer-Ausbildung nach Hause zurückkam, entdecke ich in meinem Bücherschrank etliche Yoga-Bücher, eines davon heißt „Kundalini-Yoga“ von Swami Rhada Sivananda. Dieses Buch hatte ich mir vor etwa 10 Jahren gekauft und - weil nicht so recht verstanden - zurück in das Buchregal gestellt. Ich las es  jetzt intensiv mit gutem Verständnis und voller Begeisterung durch. Mir wurde klar: Du warst doch schon so lange am Thema Yoga dran und bist immer wieder davon abgekommen. Was hat Dich denn abgelenkt? Ich betrachtete mein bisheriges Leben wie eine Speise auf dem Teller: Was hat mich denn immer wieder so „erschöpft“ gemacht, wo waren die Energieräuber in meinem Leben? Die Antwort erschreckte mich, denn sie lautete: mein Ego, meine hohen Ansprüche, mein Stolz, mein Drängen nach Erfolg und Anerkennung. Kein anderer als nur ich selbst habe es zugelassen. Das möchte ich jetzt gern mit Gottes Segnungen bzw. mit Shivas Kraft erreichen: Bewusste Hingabe zu meinem spirituellen Lehrer, regelmäßige Übungspraxis und tiefe Demut. Ich möchte bewusst ein liebevolles gütiges Herz entwickeln, welches bedingungslose Liebe (auch Selbstliebe), Vergebung und die regelmäßige Praxis von Karma-Yoga im Hauptfokus hat.

 

Warum waren diese Bhagavad-Gita-Vorlesungen in unserer Yoga-Ausbildung etwas ganz besonderes für mich? 

Meine Wahrnehmung öffnete sich dahin gehend, dass ich meine sinnlosen, selbstzerstörerischen Denk- und Verhaltensmuster erkannte. Ich werde diese hier nicht öffentlich benennen, dies ist auch nicht zielführend, weil sehr persönlich. Aber: Wenn ein Fehler im Webmuster des eigenen Denkens, Fühlens und Handelns vom Unbewussten ins Bewusstsein gelangt, ist es etwa so, als ob man sich selbst ertappt und sich über sich selbst erschreckt! Natürlich regte meine Selbstbetroffenheit auch den eigenen Willen an, diese Denk- und Verhaltensmuster abzulegen. Dass diese überhaupt da waren und nun transformiert werden wollten, ist ein Bewusstsein verändernder Erkenntnisprozess, den ich mit Worten nicht beschreiben kann. Es ist ein wertvolles Geheimnis von tiefgreifender Qualität. Ich bin überzeugt: So etwas geschieht nur durch Gottes Gnaden mit Hilfe eines spirituellen Lehrers. Ein Ziel mit einem Weg lagen seit der Bhagavadgita-Vorlesung liegt jetzt klar vor mir: Platz machen für Heilung, Frieden und bedingungslose Liebe! In mein Leben soll Platz geschaffen werden  für viel, viel mehr Spiritualität und Hingabe.

Hingabe kann vieles sein: Gebet, liebevolle Fürsorge und Güte für Angehörige, Kollegen und Freunde, hilfreiche Unterstützung für meinen spirituellen Lehrer, Karma-Yoga, Vergebung, das Praktizieren von Yoga und Meditation. Der Schwerpunkt liegt bei jedem Menschen sicher etwas anders, je nach „karmischem Profil“. Wir müssen wohl alle akzeptieren, dass die Erfüllung von karmischen bzw. familiären Verpflichtungen genauso wichtig wie unser spirituelles Streben nach Gotteserfahrung sind. Sie hängen zusammen und bedingen einander so sehr, dass mir manchmal die Entscheidung schwer fällt, wieviel Zeit ich denn anteilig verbringe mit Berufsausübung, Lebenspartner, Kindern, spiritueller Übungspraxis?

 

Die Zusammenhänge meines Denkens und Handelns mit der Reinheit meines Prana-(Energie)feldes sind mir verständlich geworden, seit ich alle Stufen der Pranaheilung nach Grandmaster Choa Kok Sui erlernt hatte. Sie bilden in mir eine wichtige Motivation für die regelmäßige Übungspraxis der Prana-Selbstheilung, der Charakterbildung mit den Techniken des blauen Dreiecks, der Meditation (Arhatic-Yoga-Vorbereitungsstufe) und der Bewusstwerdung und Korrektur meiner Gedanken und meiner Handlungen mit der Selbstreflexion. Mir ist in der Yoga-Intensivausbildung bewusst geworden: Nur mit der allerhöchsten Reinheitsstufe bzw. Stärke meiner Lebensenergie in allen Zentren und Feldern ist eine Vereinigung meiner Seele mit dem höheren Selbst und später dann mit dem göttlichen Selbst möglich.


 

Aber was ist Hingabe?

Früher habe ich unter Hingabe immer meinen vollen Leistungseinsatz bei einer Lebensaufgabe verstanden, mit dem ich ein perfektes Ergebnis abliefere, auf das ich „stolz“ sein und das „sich sehen lassen konnte“. Hingabe zeigt in unserer Sprache, dass man bei der Erfüllung einer Aufgabe etwas zu geben hat. Sei dies nun Liebe, Hilfe, eine Anstrengung bei einem Lernprozess oder eine körperliche Verausgabung: Es ist kein Kauf, sondern es ist eine Gabe! Also nicht nehmen, sondern nur geben ohne Erwartung, ohne Lohn und ohne Anerkennung! Wie wir bei diesem Geben Glückseligkeit und Erfüllung erreichen können, wird in der Gita durch Gott Krishna punktgenau erklärt: Die wahre Hingabe ist ein bedingungsloses Geben und gleichzeitig ein Loslösen davon, eine innere geistige Losgelöstheit vom Ergebnis unseres Handelns.
 

Ist der „Riesenplan“ spiritueller Übungspraxis realisierbar, wenn der Tag nur 24 Stunden hat? 

Ich suchte nach einer Lösung meines Problems, wie ich mit Hingabe, vollkommen stressfrei alle erlernten spirituellen Übungsdisziplinen täglich praktizieren konnte:


- Meditation  (Arhatic-Yoga)

- Sri Sai Prana-Yoga

- Prana-Selbstheilung

- Hingabe (Sharanagati- und 
Dank-Gebet, Segnungen)   und
- Charakterbildung mit den Techniken des blauen Dreiecks

 

Alle diese wundervollen, hoch effektiven Werkzeuge lagen jetzt in meinem Reisekoffer auf dem Weg zum Yoga. Danke, Master Sai Choletti!  Ich bin diesem Weg zum Yoga jetzt treu und aufrichtig ergeben, sowie auch all meinen spirituellen Lehrern.  Meinen Perfektionsdrang lege ich jetzt ab, um mir selbst für manchen Fehler zu vergeben. Hingabe, Herzensgüte und Demut wünsche ich mir als Segnung für den Rest meines Lebens. „Dranbleiben“ mit klarer Fokussierung ist meine Devise. Es wird schon gut gehen, eins nach dem anderen.

 

Mein Plan sieht so aus:  Anspruchslosigkeit praktizieren und wieder lernen, Prioritäten zu setzen, unwichtige Dinge aus dem Zeitplan herausstreichen, fürsorglich die innere und berufliche Organisation straffen. Für sich selbst gut sorgen und mal Entspannen durch Auflösung des eigenen Leistungszwanges. „Fahr mal Deine Geschäftsfrau-Allüren herunter…“ sage ich mir oft und lächle dann innerlich. „Bleib mal cool, Mädel, Du schaffst das.“  Wer sucht, der findet Korrekturmöglichkeiten. Und tägliche Übungspraxis, auch wenn nicht immer alle Übungen vollständig machbar sind! Gib Vollgas,  soweit das „Benzin“ dafür ausreicht! Es ist ein Entwicklungsprozess, der Geduld, Toleranz mit sich selbst und Selbstliebe erfordert. Nichts anderes machen auch Unternehmensberater, wenn sie vor der Insolvenz stehende Unternehmen sanieren: Unnötiges streichen, Wichtiges und Gewinnbringendes fokussieren und verstärken.

 

Die bekannte Yoga-Lehrerin Kali Ray motiviert uns hierzu im Buch „ Die Schätze des Yoga“ so: „ Die Reinigung des Geistes von alten, schädlichen, Leid erschaffenden Mustern ist die größte Lehre. Praktiziere, übe, wachse und du wirst Yoga erleben“. Ziel des Yoga mit all seinen spirituellen Disziplinen ist die Verwirklichung des Selbst und seine Vereinigung mit dem Höchst Göttlichem Sein, was gleichbedeutend ist mit Erleuchtung: Es ist ein glückselig machender Bewusstseinszustand der Realisierung der Einheit allen Lebens, des Einsseins mit allem. In der Bhagavadgita erklärt hierzu Gott Krishna seinem Freund, dem Krieger Arjuna, wie der Weg des Yoga von einem Mensch erfolgreich gegangen werden soll, um dieses Ziel zu erreichen: 

„Jemand, der frei ist von  selbstsüchtigen Anhaftungen,  der sich selbst und seine Lei- denschaften gemeistert hat,  erlangt höchste Freiheit vom  Handeln. Unfehlbar im Urteilsvermögen, Beherrscher der  Sinne und Leidenschaften, frei vom Gezeter der Vorlieben und Abneigungen, führt ein solcher Mensch ein einfaches, eigenverantwortliches, auf Meditation beruhendes Leben, Rede, Körper und Geist bezähmend. “ Kap. 18/ Vers 49/50.

 

Die positiven Auswirkungen der täglichen Meditation, auf die wir mit viel Geduld und Hingabe bei unserer täglichen Übungspraxis vertrauen dürfen, beschreibt uns Gott Krishna in der Gita so:
 

„Die Meditationsausübung befreit einen von aller Bedrängnis. Das ist der Pfad des Yoga. Folge ihm mit Entchlossenheit und anhaltender Begeisterung. Benutze rückhaltlos auf alle selbstsüchtigen Begehren und Erwartungen verzichtend deinen Willen zur Zügelung der Sinne. Ganz allmählich, durch Geduld und wiederholtes Bemühen, wird der Geist zum Stillsein im Selbst gelangen.“
Kap 6/ Vers 23
 

Gott Krishna erklärt Arjuna auch wie wichtig dabei die Hingabe ist, die ein wahrer Yogi seinem spirituellem Lehrer und dem höchst göttlichem Sein gegenüber bewusst praktizieren solle, um das Ziel des Yoga zu erreichen: „Leicht erreicht werde ich von dem Menschen, der stets meiner gedenkt und an sonst nichts hängt….Große Seelen machen ihre Leben vollkommen und entdecken mich; sie werden von Sterblichkeit und dem Leid dieses gesonderten Daseins befreit. Alle Kreaturen im Universum sind der Wiedergeburt unterworfen, Arjuna, außer derjenigen, die mit mir vereinigt sind.“
Kap 8/Vers 14-17
 

Ich bat abends im Gebet meinen spirituellen Lehrer darum, mich morgens 4 Uhr zu wecken, damit ich die Yoga-Übungen, Charakterbildung mit dem blauen Dreieck  und  eine Arhatic-Meditation vollständig machen könne.
 

Und? Tatsache, es funktioniert wunderbar jeden Tag, an dem ich abends vorher das Gebet gemacht habe. Genau 4 Uhr morgens durchströmt mein Körper ein angenehmes Energie-Prickeln, wie ein zarter Wind von unten nach oben. Zeit zum Aufstehen, zum Duschen und Zeit für körperliche Übungen des Sri Sai Prana-Yoga. Danach kommt mit Schwung das Sharanagati-Gebet zur Hingabe und zur Danksagung für alle Segnungen. Anschließend folgt eine Meditation der Arhatic-Vorstufe bis 7 Uhr morgens.  Das große Zahnräderwerk des beruflichen und privaten Alltags mit all seinen Verpflichtungen nimmt danach seinen Lauf. Abends folgen die Prana-Selbstheilung, die Selbstreflexion und die Techniken des blauen Dreiecks. Vielleicht schaffe ich abends nochmal eine andere Arhatic-Meditation oder eine Prana-Selbstheilung, wenn die Kraft bzw. die Zeit dazu da ist. Das gelingt ca. ein- bis zwei Mal in der Woche. Bis sich diese Übungspraxis bei mir eingespielt hatte, war eine sehr lückenhafte Übergangszeit von 15 Monaten mit intensiver Selbstreflexion erforderlich. Die Selbstreflexion behandelte stets die Frage, was heute wieder schief gelaufen war, warum es nicht geklappt mit der täglichen Übungspraxis hatte. Anschließend betete ich und bat um Unterstützung. Fazit heute:  Körperliche Kraft, geistige Konzentration, Stress-Resilienz, verstärkten sich zunehmend seit der regelmäßigen Übungspraxis, die ich mir nach der Yoga-Lehrerausbildung in Narsapur als Ziel setzte. Vor allem ist mein Lebensgefühl viel positiver und zuversichtlicher geworden, da sich meine Verbundenheit zu Gott und allen Menschen intensiviert hat. Misserfolge bzw. Enttäuschungen sind keine Katastrophen mehr, sondern Lehrstücke für eine gewollte spirituelle Entwicklung, die wahrscheinlich voran schreitet. Innere Gelassenheit und Heiterkeit sind eine neue, sehr positive Erfahrung, die immer wieder neu durch überraschende Herausforderungen trainiert werden möchte. Meine“ Ansprüche“ und „Erwartungshaltungen“ an mich und andere Menschen weichen allmählich einer neugierigen Offenheit und Bescheidenheit. Erstaunlich, wie wenig Nahrung, Urlaubsreisen bzw. Kleidung man wirklich braucht…  Diese innere Freude, diesen Frieden und dieses Glück wünsche ich wirklich jeden Menschen. Es scheint  völlig unabhängig von dem zu sein, was man ist, was man hat und wo man sich in der Welt aufhält. Es ist  immer und überall möglich. Ich danke Dir von ganzen Herzen, Master Sai und Acharya Sasidhar!
 

Was passiert, wenn der „Gute-Laune-Pegel“ und die persönlichen Kraftreserven  ansteigen? Es spendet mehr Durchhaltekraft für die tägliche Übungspraxis. :-)

Das viele Gute in meinem  Leben kann ich jetzt viel intensiver wahrnehmen, wertschätzen und anerkennen. Ich weiß natürlich, dass mein Lernprozess noch lange nicht abgeschlossen ist. Doch ich kenne den Prüfstein, an Hand dessen ich erkennen kann, ob ich noch korrekt auf dem Wege des Yoga bin. Diesen „Prüfstein des Willens“ hat Gott Krishna seinem Freund Arjuna in der Gita folgendermaßen beschrieben:
 

„Gestalte Dich mittels der Kraft des Willens um, lass Dich nie durch Eigenwillen herabwürdigen. Der Wille ist der einzige Freund des Selbst und der Wille ist der einzige Feind des Selbst“. Gott Krishna beschreibt dem Krieger Arjuna, wie die “ höchste Wirklichkeit im Bewusstsein jener enthüllt steht, die sich selbst bezwungen haben: Sie leben in Frieden, unverändert gleich in Kälte und Hitze, Lust und Schmerz, Lob und Tadel. Für solche Menschen sind ein Erdklumpen, ein Stein und Gold gleich. Sie sind gleichgesinnt gegenüber Angehörigen, Feinden und Freunden, gegenüber jenen, die feindselig sind, gegenüber den Guten und ebenso den Bösen.“

 

Der innere Frieden und Glückseligkeit sind ein eindeutiger Prüfstein: Hier arbeite ich daran, diesen Bewusstseinszustand (immer wieder) zu erreichen. Damit gebe ich ehrlich zu: Noch habe ich diesen nicht als permanenten Zustand erreicht. Doch ich empfinde den Weg zu diesem anspruchsvollen Ziel  herausfordernd und sehr erstrebenswert. Denn das Ziel an sich ist so wunderbar, friedlich und glücklich machend: es ist Yoga!
 

Sylvia Trautmann

www.srisai-pranayoga.de

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