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Sri Sai Prana Yoga

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Spaß an Partnerübungen?
Einatmen, Ausatmen - Festhalten, Loslassen

 

Interessant, dass ausgerechnet ich euch etwas über das „Loslassen“ erzählen soll.

28 Jahre alt und freiberuflich in der kreative - Branche tätig, habe ich meinen Verstand auf Höchstleistung trainiert. Kein Problem, ich kann vier Aufträge gleichzeitig unter sehr kurzer Deadline bewältigen, immer sehr schnell passende Ideen liefern, die das spezifische Thema treffend umreißen und dann kurz noch umsetzen, gegessen und geschlafen wird einfach „danach“.

Danach bin ich dann ohne Jobs, aber alleine mit meinem hyperaktiven Verstand, der weiterhin beschäftig werden möchte, ob ich will oder nicht. Alles wird 34 mal durchdacht, vorwärts, rückwärts, seitwärts, das Gestern, das Morgen das Übermorgen.. alles MUSS unter Kontrolle sein- Die Existenzangst und ich, sind beste Freunde! Die echten Freunde raten: „Entspann dich doch mal! Oder du kannst jetzt sowieso nichts machen, - sei im Moment, Atme! - schon mal gehört? :) - Lass doch einfach mal los! Und genau da sind wir bei unserem Thema.

Hierzu ein paar Gedanken:


Let’s journey!
Erinnert ihr euch?
Master Sai verwendet in den Satsangs die Metapher des Rucksacks und meine Mama pflegte immer zu sagen: „ Jeder hat sein Päckchen zu tragen.“ In diesen Bildern sind wir mit etwas „belastet“, etwas erschwert uns den Weg. Wir befinden uns in einer aktiven Tätigkeit, der des Festhaltens… wir(er-tragen etwas… Das Loslassen muss demzufolge als bewusste Entscheidung getroffen werden! Doch bevor wir uns entscheiden können loszulassen, müssen wir erstmal wahrnehmen, dass wir (an) etwas festhalten.

Nun fällt es uns beim Gehen schwer, unser Gepäck zu überprüfen. Wir brauchen eine Pause! Spätestens dann, wenn sich unser Gepäck anfängt bemerkbar zu machen.

Erst in dieser Phase des bewussten Betrachtens, können wir den Inhalt bzw. die Zusammensetzung unseres „Ballasts“ erkunden, um uns dann Stück für Stück und zur richtigen Zeit, achtsam und mit Dankbarkeit von ihm zu trennen.

Was tragen wir mit uns durch das Leben?

 

Master Sai nannte unter anderem (Hamburg meditiert 2018) Erwartungen, Beziehungen, Verpflichtungen. Geld und Güter, materieller Ballast; damit einhergehend auch Enttäuschungen, Frustration, Ärger und Ängste. Sowie all unsere entwickelten Gewohnheiten körperlicher-, emotionaler- und mentaler Natur.

Zusammengefasst: Materielle und emotionale Anhaftungen, Erfahrungen und die damit zusammenhängenden Bewältigungs Programme. Und diese Programme passen irgendwann nicht mehr zum System.

Master Sai beschreibt es als „Update“ - wir müssen ähnlich wie ein Computer unser System updaten, damit Soft- und Hardware kompatibel bleiben. Dieser Vergleich suggeriert eine fortschreitende Entwicklung / Veränderung / Anpassung. Ebenso müssen wir unser Gepäck an die Reise anpassen. Alles hat seine Zeit und seine Berechtigung. Aber was willst du mit den Skistiefeln am Strand?

Je intensiver die Anhaftung, desto schwieriger das Loslassen. Was hindert uns außer unserer Gewohnheit daran? Definieren wir uns durch all dies? (Vgl: MEIN…ICH) haben wir deshalb Angst loszulassen, weil wir fürchten uns zu verlieren? Dann erinnere dich: Du bist nicht dein Rucksack!

Master Sai hat uns praktische Tipps gegeben, mit denen wir langsam aber bewusst unser Gepäck entrümpeln können. Zum Beispiel zu Beginn kleine Gewohnheiten ändern, Verzicht üben, Mäßigung praktizieren. Alles unter intensiver Selbstbeobachtung unserer mentalen Angewohnheiten, in Form von Achtsamkeitsübungen und Meditation. Mit Geduld und im liebevollen Umgang mit uns selbst. Überprüfe dein System und nehme dich war. Ist ein Fehler im Code, korrigiere ihn. Frage dich, ob du die Skistiefel wirklich mit an den Stand nehmen möchtest, wirst du sie benötigen? Oder handelt es sich nur um eine Form von Sentimentalität oder Gewohnheit?

Um zu unserer Wanderung zurückzukommen:“ Der Weg ist das Ziel!“


Kenn ihr noch den Spruch, den wir häufig etwas verlegen angewendet haben, mit leeren Händen, während die anderen bereits alles transportieren)- ein lockerer Spruch dazu: und ich trage dann die Verantwortung“ . Und nun letztendlich ist es genau das: Jeder TRÄGT die Verantwortung für sich selbst! „You can be your best
friend or your worst enemy.“ (Paramahansa Yogananda)

Und letzte Woche ist es dann passiert, einfach so, mit ein bisschen Unterstützung, habe ich losgelassen!

Innere Ruhe, Frieden, ein Gefühl von:“ Alles ist gut und das für immer“, ich bin leicht, mein Kopf ist leer und mein Herz riesig.

 

Oder: So Ham! Bliss absolute! Endlich bin ich mal nur bei mir. Ich kann euch sagen, einfach ist es nicht, aber es lohnt sich!