Sri Sai Prana Yoga

Spaß an Partnerübungen?
DIE KRIYA-REISE

Dieses Jahr habe ich es endlich, nach längerer Zeit, mal wieder geschafft, mich einer der wunderschönen Reisen mit Master Sai anzuschließen. Und diese Reise hatte es wirklich in sich! Vorher gesagt war eine Erholungs- und Wellness-Reise mit dem überaus geschätzten spirituellen Hintergrund der Prana-Heilung und der Führung durch unseren geliebten Master Sai. Dieses Versprechen wurde in jeder Hinsicht mehr als erfüllt.
Doch, lasst mich an Anfang beginnen.

Es beginnt mit einem herzlichen Empfang mit Blumengirlanden, die uns Vasu am Flughafen in Hyderabad zum Willkommen um den Hals legt. Der Bus steht bereit, Abfahrt ins MEEF Zentrum zu Jyothi, unserem Prana- und Yogazentrum in Narsapur.

Wunderbar durchgeschaukelt und noch etwas angeschlagen vom Flug werden wir mit einer Lotusblüte und traumhaft leckerem Essen empfangen.

Vier Tage verbringen wir in der MEEF Schule unter der Obhut von Jyothi und Master Sai. Vier Tage mit Yoga, Satsang, Meditationen, Selbstheilung, leckerem indischem Essen, Spaziergängen und auch immer wieder einer Portion Schlaf.

Ankommen, Herunterkommen……mentale Erholung mit spirituellen Energien an diesem besonderen Ort. Für mich ist es der erste Aufenthalt hier. Fernab vom 5 Sterne Luxus, in der reinen Natur, der angenehmen Wärme der Sonne, kein Telefon klingelt, kein Internet, finde ich eine neue Form von Luxus: Stille, Frieden, Harmonie - Ananda.

Gleich am zweiten Tag gibt es eine besondere Feier: Archarya Sasidhars Geburtstag. Familienmitglieder werden erwartet und eine Puja mit Feuerzeremonie findet statt. Schon vor Sonnenaufgang beginnen die Priester mit den Vorbereitungen. Da das Heiligtum direkt neben unserem Zimmer liegt, habe ich Gelegenheit, die Sorgfalt und Hingabe ihrer Handlungen zu beobachten. Auch für ein Foto gib es eine Minute Zeit.

Die Zeremonie für Acharya Sasidhar und Jyothi, ist für mich
ergreifend und faszinierend.
Selbst der Vater von Master Sai nimmt daran teil. Bemerkenswert
ist immer wieder die Bezeugung der Liebe und
Ehrerbietung den Eltern gegenüber. Das berührt mich
ganz besonders.

Natürlich gibt es auch Ausflüge, z.B in die nahegelegenen Pandavas Hills mit jahrtausendealten Höhlenmalereien und beeindruckenden Felsenformationen und zu einer Tempelanlage mit einer ganz besonderen Bauweise. Wie schön, dass uns ein einheimischer Führer die Einzelheiten und vor allem die spirituelle Bedeutung erklärt. Die Natur ist beeindruckend, einfach ergreifend in ihrer Kraft und Ruhe.

Auf dem Weg sehen wir, wie die Dorfbewohner ihre Häuser schmücken, bunte Mandalas vor ihren Hütten und Häusern begeistern uns. Ja, es stehen nämlich Feiertage stehen vor der Tür. Die Dorfbewohner schmücken ihre Häuser für das Pongal Fest, das indische Erntedank-Fest.

Mit dem Nachtzug reisen wir von Kazipet nach Visakhapatnam. Ich muss heute noch laut lachen, wenn ich an die Szenerie auf dem endlos langen Bahnsteig und beim Einstieg in den Zug denke. Ganz kurz bevor der Zug einfährt, wird nochmal schnell das Gleis gewechselt. Die Korona von kofferziehenden Europäern steht am Bahnübergang und muss erst einen anderen e n d l o s e n Zug vorbeilassen, ehe sie auf das richtige Gleis kommt. Zwei Minuten Aufenthalt um Passagiere aussteigen und einsteigen zu lassen. Das spricht für sich. Dank der vorherigen Einweisung durch Master Sai klappt auch das hervorragend.

In der 5 Sterne Anlage des PEMA Wellness Resorts angekommen, geht es nach der Zimmerverteilung gleich zum Body-Check-up. Zunächst wird das Gewicht bestimmt, mit dem Zentimetermass werden verschiedene Umfänge gemessen und die Körpergröße wird festgestellt. Anschließend geht jeder Einzelne zum Aufnahmegespräch beim Ayurveda-Arzt. Da nicht alle Reiseteilnehmer Englisch sprechen, hat Master Sai schon vorher festgelegt, wer für wen als Übersetzer fungiert. Auch ich darf für zwei Teilnehmer übersetzen und muss feststellen, Englisch ist nicht gleich Englisch und medizinische Fachterminologie noch einmal spannender.Trotzdem können alle Anliegen geklärt werden. Fragen und Wünsche werden berücksichtigt. Häufig ist Gewichtsreduktion und Entgiftung ein großes Thema, aber auch verschiedene Schmerzsymptome und Stoffwechselerkrankungen werden berücksichtigt.

Der Doc erstellt für jeden individuell einen Therapieplan. Dieser beinhaltete sowohl die physikalischen Anwendungen, wie auch den Essensplan für den nächsten Tag. Und diese Konsultationen finden täglich statt, und Essen und Anwendungen werden jeden Tag wieder dem Befinden angepasst. Zusätzlich gib es auch noch den Yoga-Arzt. Auf einer speziellen Waage erstellt, dieser ein Muskel- Fett-Verteilungsprofil, bestimmt den BMI und errechnet daraus das biologische Alter.

Zu meinem großen Erschrecken, brauche ich wohl dringend eine Verjüngungskur! Na, da bin ich wohl jetzt an der Quelle. Mal sehen welche Veränderungen die Messgeräte nach 6 Tagen so zeigen. Für uns Wissenschaft und Technik afinen Europäer, scheint mir das ein guter Ansporn.

Mein Tagesplan sieht typischerweise so aus:

5.30 - 6.00 Gehen, mit flottem Schritt umkreisen wir den Berg, auf dem die Anlage liegt, auf einem herrlichen, blumengesäumten Weg; noch im Dunkeln leuchten die Lichter der Stadt und der Küstenstraße.

6.00 - 6.40 Yoga Kriyas, Mund-, Nasen- und Augenspülung, Inhalation und Ghee-Tropfen in die Nase, `- wenns schön macht …. 6.40 Zitronenwasser, andere bekommen Tee

6.45 - 7.00 Lach-Yoga, ausgelassen auf der Terrasse

7.00 - 8.00 Yoga-Asanas, ein leichtes Programm für Einsteiger, gut um einmal auf exakte Ausführung und Präzision zu achten, einige unserer Yoga-Lehrer haben am Nachmittag Ihr eigenes Programm geübt

8.10 Saft, Sprossen und Mandeln, mein Frühstück

9.00 physikalische Anwendungen, hier tut sich eine beeindruckend große Bandbreite von Behandlungen auf:

• Eispackungen
• Shirodhara
• Acupunkture
• Fußmassage
• Fußbad
• Wasserstrahlmassage
• Abhyangam
• Einläufe
• Salz Glow Massage
• Inhalationen
• Deluxe Wassermassage
• Thaimassage
• Dampfbad
• Schwedische Massage
• Sandmassage
• Sauna
• und noch einige mehr, strickt getrennt nach Männlein
und Weiblein. Männer werden nur von Männern und Frauen
nur von Frauen behandelt.

Die Behandlungen erfolgen nach dem Prinzip der Naturopathie, interessanterweise hat diese in Indien sehr anerkannte Methode ihren Ursprung in Deutschland. Zu all diesen Behandlungen möchte ich sagen: sehr wohltuende Wellness-Anwendungen, keine medizinisch therapeutischen Behandlungen. Aber alles regt stark den Stoffwechsel an und der Körper hat gut zu tun. Reinigung, Loslassen und Genießen! Wie gut, dass man immer frei ist und Pausen einlegen kann. Einige sind gerade am Anfang auch manchmal ordentlich geschlaucht und nutzen freie Momente, um sich auszuruhen. Irgendwie müssen wir alle drüber schmunzeln, von der Therapiebank ins Bett und wieder auf die Therapiebank. 

Zeit für Hunger gibt es nicht. Wir genießen das Essen und die individuelle Betreuung selbst im Essensraum. Woher kennen die Kellner denn unsere Namen? Mit Spannung vergleichen wir unsere täglichen Speisepläne und was für jeden so kunstvoll dekoriert auf den Tisch kommt.

12.00 Mittagessen, zum Beispiel:

Linseneintopf, Gemüsesalat und Papaya mit insgesamt 190 kcal

Kürbissuppe, Pilz-Spinat-Lasagne und Joghurt, Klingt das gut? 320 kcal

Blumenkohlsuppe, Reispfandkuchenrollen mit Koriander, Minzdipp, 230 kcal

alles super lecker und optisch sensationell angerichtet.

Mit begeisterten und bewundernden Kommentaren begrüßen wir die Gerichte.

 01.30 Getränke z.B. Gerstenwasser, Zitronen-Ingwer-Wasser, Buttermilch, Gewichtsreduktionsgetränk (wir haben leider nicht herausgefunden, was sich darin verbirgt).

Insgesamt werden wir zum Trinken angehalten. Im ganzen Haus befinden sich bereitstehende Wasserkannen mit Gurke oder Orangenscheiben, Ingwer und Sellerie und unbekannten Zutaten. Vorgabe sind 3 Liter pro Tag. Da kennt man nachher jede Toilette im Gebäude.  

02.00 physikalische Anwendungen, wie oben beschrieben

03.00 Jana Yoga, Wassergymnastik, draußen im Pool in der Sonne, zur Bollywood Musik, im Endlos Pool mit Blick bis zum Horizont über dem Meer, herrlich!

04.30 Kräuter-Tee und Kekse

05.00 - 5.30 Reflexologie, bewusstes Gehen in einem vorbereitetem Parkour auf verschiedenen Untergründen

06.30 - 07.00 Yoga Nidra und Tratakam , leider habe ich es nie zum Yoga Nidda geschafft, das Traktak ist eine wunderbare Möglichkeit, in die Stille geführt zu werden.

7.30 Abendessen, Suppe, Salat und Obst Zum Beispiel:

• Brokkolisuppe, Birnensalat, Granatapfel und Orange, 250 kcal

• Indonesische Gemüsesuppe, Bulgursalat, Melone, Orange, 250 kcal

• Zwiebel-Erbsen-Suppe, Kichererbsensalat, Papaya, Orange, 300 kcal

• Spaghetti-Tomaten-Suppe, Rotkohlsalat, Granatapfel, Orange, 230

kcal

 

8.00 Yoga Talk, andere Vorträge oder Kochvorführungen

Wie rührend, am Abend klopft jemand und serviert mir noch ein Fußbad und heißes Zitronen-Honig-Wasser auf das Zimmer, welche schöne Überraschung! Und dann - die Augen sind schwer, ein tiefer Schlaf ist mein.

Zwischendurch gibt es immer wieder jede Menge zu Lachen. Dabei denke ich besonders an ein zufälliges Treffen mit Dr. Christa, Susanne und Gabriella im Dampfbad. Alle bekleidet mit reizvoller Papierunterwäsche und einem nassen tropfenden Tuch auf dem Kopf. Welch herrlicher Anblick!

Das gesamte Personal im Haus ist super freundlich. Komme ich zu einem Termin zu spät, wird im Zimmer angerufen oder anderswo nach mir gesucht. Die Therapeutinnen, alle zarte junge Inderinnen, die immer zuvorkommend und um Diskretion bemüht sind. Einige sprechen Englisch, andere kommunizierten mit Händen und Füßen.

Das Hotel gefällt uns, schlichte Eleganz und Architektur, ruhige stahlgraue Wände ohne Bilder und doch luxuriös an besonderen Stellen, der Eingangsbereich mit einem großen Indoor-Teich, der mit Beobachten ganz verschiedener Kois zur Ruhe einlädt; der Bereich für die Yoga-Kriyas mit wunderschönen Keramik-Waschbecken oder der Empfang im mit einem unglaublichen aufwendig gearbeiteten Tisch. Einfachheit, unaufdringlicher Luxus und kunstvolle Gestaltung, eine wunderbare Synthese.

Und wie ist das Ergebnis von 6 Tagen PEMA Wellness: 3 Kilogramm Gewicht verloren und ein Jahr jünger geworden. Juhu, ich bin happy. Einen Essensplan für zu Hause gib es auch noch, den werde ich auf jeden Fall versuchen umzusetzen. Summa summarum kann ich diesen Aufenthalt nur wärmstens empfehlen.

Am frühen Morgen des 7. Tages kommt dann der Aufbruch zum dritten Teil der Reise, auf den sich alle wohl am meisten gefreut haben, SHIRDI!

Zwei Inlandsflüge und einige Tanz- und Gymnastikeinlagen am Flugplatz zum Zeitvertreib später, kommen wir am International Airport Shirdi an. Alle sind begeistert über die bequeme Anreise. Auf dem Weg zur Stadt kommen wir durch kleine Dörfer und sehen Bauern bei der Ernte und beim Abtransport von Zuckerrohr sowie anderen Waren, richtiges Dorfleben. Schöne Bilder, buntes und faszinierendes Indien der Kontraste!

Noch am selben Abend besuchen wir die Tempelanlage und nehmen an einem Aarti teil.

Im Galopp geht es zum Tempel, flotten Schrittes durch ein Labyrinth von Wegen und schwupp stehen wir recht nah vor der imposanten Statue von Sri Sai Baba. Zum Glück sind erfahrene Teilnehmer dabei, die bereits im Vorwege den Ablauf erklärt haben. Das Herz geht uns auf, die Hingabe und Freude der indischen Besucher ist einfach ansteckend.

Nachdem wir die heilige Statue passiert und den Altar berührt haben umrunden wir den heiligen Baum und genießen den Platz, an dem Sri Sai Baba zu ruhen pflegte. Wir sitzen gemein dort und meditieren in der Kraft des Ortes und spüren die Verbundenheit zu dem großen Heiligen. Ich kann es gar nicht fassen, der Boden unter mir vibriert, als ob eine Büffelherde an uns vorbeizieht. Dieser Ort ist höchst ungewöhnlich!

Auf dem Weg zurück hat die liebe Gabriella das Glück, dass Ihre Schuhe einen neuen Besitzer finden. Erstaunlich, auch ein Grund zur Freude.

Am zweiten Tag sind wir morgens, mittags und abends zum Aarti im Tempel. Master Sai managt jedes Mal einen Sonderzugang für uns. Während andere stundenlang Schlange stehen, schlüpfen wir an der Seite hinein. Danke, Danke, Danke, Master Sai!

Am Tag der Abreise bleibt etwas Zeit zum Shoppen. Die obligatorische weiße Bekleidung muss noch erworben werden, denn alles, was ich mithabe, ist von meiner geliebten Schwester Susanne ausgeliehen. Für den nächsten Besuch bin ich jetzt gut gerüstet, sowohl kleidungstechnisch als auch mental. Die spirituelle Vorbereitung braucht wohl tägliche Routine über das ganze Jahr. Shirdi und alle die Erlebnisse werden in mir nachwirken.

Abschließend möchte ich sagen, Leute, schön war es mit Euch, jederzeit wieder! Im Herzen bleiben unschätzbar wertvolle Erlebnisse! Ganz, ganz herzlichen Dank an Master Sai und alle Reisegefährten – sichtbar und unsichtbar!

© 2016 Sri Sai Verein für Yoga und Meditation e.V.

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