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Sri Sai Prana Yoga

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Sri Sai Prana Yoga

Spaß an Partnerübungen?
Detox Yoga

Detox Yoga

Vergiftung – eine unschöne Vorstellung. Was kann denn giftig für uns sein? Das können Gedanken sein, die uns schaden, eigene und solche, die von außen kommen. Das kann Nahrung sein, in der Atmosphäre liegen, in der Luft, in den Materialien, mit denen wir in Kontakt sind. Es kann auch durch falsche Atemtechniken entstehen oder durch intensive Atemtechniken verstärkt werden. Solche Atemübungen brauchen eine Vorbereitung und eine bestimmte Lebensweise. Wenn z.B. jemand regelmäßig Fleisch isst, so ist das für den Körper schwerer zu verarbeiten als eine überwiegend vegetarische Nahrung. Es ist in Ordnung, natürlich, jeder isst, was er mag und entscheidet selbst. Wie Dr. Shine, ein Ayurvedischer Arzt aus Bad Rappenau bei einer unserer Yoga- Fortbildungen kürzlich sagte: „Nichts ist verboten, man darf alles, aber mit bedacht und in Maßen. Wenn jemand rauchen möchte, es sei ihm gegönnt. Allerdings ist es nützlich zu wissen, dass sich die eigene Energie dadurch verändert, schwerer und gröber wird. Wenn wir diese Energie durch intensive Atemtechniken bewegen und sie so in obere Chakras gelangt, so geht es uns vermutlich nicht gut. Daher praktiziert man fortgeschrittene Atemtechniken nur nach bestimmter Vorbereitung. Was für den einen passt, muss dem anderen nicht guttun. Unser Körper braucht wie ein Motor Treibstoff, braucht ausreichende Energie, um zu funktionieren. Niemand würde bewusst in sein Benziner- Auto Diesel tanken. Mit dem Körper gehen wir da manchmal achtloser um.

Ob etwas uns nun auf mentaler, emotionaler oder physischer Ebene belastet, es blockiert den Energiefluss in alle Richtungen. Wir werden verbrauchte Energie nicht mehr ausreichende los, sie staut sich und verursacht einen Zustand wie in einem Raum, der nicht gelüftet wird. Und frische Energie, Treibstoff für Körper und Geist, wird knapp. Regelmäßiges Yoga mit Reinigungs-, Atem- und Körperübungen sowie die Prana Heilung helfen, den Körper wieder in Form zu bringen und Schädliches abzuwenden oder auszuscheiden, so dass unsere ganze Kraft sich wieder entfalten kann.

Eine Intoxikation kann plötzlich, vielleicht heftig auftreten, sie kann sich aber auch langsam schleichend einstellen,- und das ist meistens der Fall. Am Anfang gleicht der Körper für ihn Schädliches aus, man steckt das weg. Dann wird die Last mit der Zeit schwerer zu ertragen und man fühlt sich einfach nicht so gut. Man erschöpft leichter. Die eigenen Schwachpunkte melden sich. Vielleicht hat man auch ganz diffuse Beschwerden. Man fühlt sich nicht wohl und ist einfach nicht gut drauf. Dabei erinnert man sich an ganz andere Zeiten, das eigene Potential zur Kraft und Gesundheit ist uns bewusst, aber im Moment einfach nicht verfügbar.  

Alternativer Tox-Screen:
Mit Yoga: 

Welche Asanas fallen schwer?

Ist der Atem blockiert?

Was spüren wir und wo?
Selbstwahrnehmung und Selbstreflektion.
Eigene Gedanken dazu und körperliche

Reaktionen.


Prana-Heilung:

gezieltes Scannen

Wo zeigt sich eine Intoxikation?

Dies hängt zum einen von der Art des schädlichen Einflusses oder Stoffes ab, zum anderen von den persönlichen Gegebenheiten. Stressbelastungen z.B. blockieren den Energiefluss gerade dort, wo der Körper ohnehin zu Schwächen neigt. Einer hat einen empfindlichen Magen, dem anderen schlägt es auf die Verdauung. Manch anderer neigt zu Rückenschmerzen oder Verspannung im Nacken. Oder der ohnehin labile Blutdruck steigt, Migräneanfälle werden häufiger, Hauterkrankungen verschlimmern sich oder man ist anfälliger für Infekte. Die Vitalität lässt allgemein nach, Ideen kommen spärlich, und man braucht mehr Kraft, um sie umzusetzen. Zuversicht und Selbstvertrauen sind vielleicht vermindert. Dabei staut sich die Stressenergie häufig am Solar Plexus, aber auch in anderen Chakras und breitet sich von dort aus.

Das muss doch nicht sein!

Hausputz im Körper
Wasser, täglich ausreichend.
Gute Verdauung, täglich Stuhlgang
Bewusste und gute Ernährung
Regelmäßige Bewegung
Heiligen Dingen festen Platz im Leben geben
Prana-Heilung - selbst oder Prana-Heiler suchen
Yoga, wie ein Wundermittel
Reinigen mit Klang & Co.
Glocken, Klangschalen, Chanten...
Mehr im nächsten Heft!

Und wie hilft Yoga?


Man muss es nur tun, am besten regelmäßig. Seit Patanjali, dem bekanntesten Yogaphilosophen, wissen wir, Yoga kann das Leben regulieren und es hilft, die körpereigenen Heilkräfte in Gang zu setzen. Dabei nehmen die Körperübungen
nur einen begrenzten Raum ein. Atemübungen, Meditationen und vor allem Einstellung und Verhalten sind wesentlich für das eigene Befinden und die Entwicklung.

Gute Aussichten:

am Ende wird alles gut – wir arbeiten daran.
Yama und Niyama

Kampfer, Weihrauch und Sandelholz,
Essenzen reinigen Körper und Geist.

Detox-Kur mit Yoga - Atme Dich frei!

Die Atmung geht automatisch, ganz von selbst, in der Regel ca. 15 Mal pro Minute. Die meisten Menschen atmen dabei zu schnell, zu unrhythmisch und zu flach. d.h. sie nutzen nicht ihre mögliche Atemkapazität, und das wirkt sich ungünstig auf die Gesundheit aus. Die Atmung hat einen wesentlichen Einfluss auf unser Befinden und hilft, den Energiefluss im Körper zu lenken, das Energieniveau zu erhöhen und die Energiequalität zu verbessern.

 Damit werden die Selbstheilungskräfte aktiviert, verbrauchte Energie wird vermehrt ausgeschieden und frische Energie reichert sich an. Pranayama ist bewusste Atmung, die negativen Atemgewohnheiten entgegenwirkt und dem Körper nicht nur mehr Sauerstoff, sondern auch mehr Energie zuführt. Die Nadis und Meridiane, die Energiebahnen werden gereinigt und ihre Kapazität erweitert.

Zur Atmung gehören drei Vorgänge: die Einatmung (Puruka), Ausatmung (Rechaka) und die Phase dazwischen (Kumbhaka). Im Yoga wird die Atmung zum Ziel unserer Aufmerksamkeit, wir bestimmen Geschwindigkeit und Tiefe der Atmung und lenken sie bewusst in bestimmte Körperbereiche und verstärken die Wirkung einer Übung durch bewusstes Atmen.

Bauchatmen

Wir atmen tief ein und lassen dabei bewusst den Atem in den Körper eintreten. Vielleicht stellen wir uns vor, wie sie von oben in den Körper eintritt, sich nach unten im ganzen Körper ausbreitet, unten austritt und uns so nach oben und unten verbindet.

Wir sitzen bequem, den Rücken aufrecht, atmen ruhig, gleichmäßig und bewusst und legen die Hände auf den unteren und mittleren Bauch. Mit dem Einatmen dehnen sich die Bauchdecken nach vorn aus, unsere Hände heben sich. Wir füllen den gesamten Bauchraum, in aller Ruhe und komplett und atmen dann vollständig aus, ziehen die Bauchdecken dabei tief nach innen in Richtung Wirbelsäule ein und können diese Bewegung mit leichtem Druck der Hände verstärken. Wird einem schwindlig, so hört man erst einmal auf und steigert die Atemtiefe und die Dauer der bewussten Bauchatmung langsam von Tag zu Tag.

Man kann Bauchatmen im Sitzen oder auch im Liegen praktizieren. Im Liegen kann man sich hilfsweise ein einigermaßen schweres Buch auf den Bauch legen und sehen, wie wir es mit den Atembewegungen auf und ab bewegen. Intensives Bauchatmen generiert nicht nur Kraft, es reinigt intensiv und gezielt. Gehen wir dabei mit unserer Aufmerksamkeit zu einer bestimmten Körperregion, so fließt die Energie vor allem dorthin.

Die volle Yoga-Atmung

Wir atmen tief in den Bauch. beobachten, wie die Bauchdecken sich auf und ab bewegen. Wir atmen bewusst in den Bauch und legen die Hände dabei auf den Unter- und Mittelbauch. Beim Einatmen bewegen sich die Hände nach oben, das Ausatmen verstärken wir eventuell, indem wir einen leichten Druck mit den Händen ausüben und die Bauchdecken dazu tief nach innen ziehen bis dicht an die Wirbelsäule.

Wir lassen im nächsten Schritt den Atem bis in den Oberbauch aufsteigen. Dabei umfassen wir mit den Händen den unteren Brustkorb und spüren wie er sich mit den Atembewegungen nach vorn, seitlich und nach hinten ausdehnt und beim Ausatmen wieder einzieht. Wir atmen so in den Bauch und den unteren Brustkorb und verfolgen die tiefen Ein- und Ausatembewegungen mit den Händen.

Im nächsten Schritt atmen wir in den gesamten Brustkorb. Die Hände legen wir mit den Handkanten in Achselhöhe auf den Brustkorb vorn, die Daumen nach hinten in die Achsel gelegt. Wir lassen den Atem den Bauch füllen und dann langsam von unten nach oben den gesamten Brustkorb, bis die Atemluft unter den Schlüsselbeinen ankommt. Bei ausgedehnten Atemexkursionen bewegen sich die aufgelegte Hände aufeinander zu und voneinander weg. Um die Atmung zu verstärken und zu spüren, wie der Atemstrom die Lungenspitzen erreicht, können wir die Arme gerade nach oben strecken und die Handflächen dann hinten auf den oberen Brustkorb über den Lungenspitzen auflegen.     

Anuloma – Viloma

Bei der Wechselatmung atmen wir auf einer Nasenseite ein und auf der anderen Seite aus. Auf dieser anderen Seite atmen wir dann ein und diesmal auf der ersten Seite aus. Wir verschließen wir jeweils eine Nasenseite bzw. in der Atemmitte beide Nasenseiten. Dazu setzen wir entweder beide Zeigefinger ein oder benutzen eine bestimmte Handhaltung, das Vishnu Mudra. Dabei legen wir Zeige- und Mittelfinger einer Hand an den Daumenballen und strecken Daumen und Ringfinger gerade und nutzen sie, um jeweils eine oder beide Nasenseiten zu verschließen. Oberkörper und Kopf bleiben gerade und aufrecht.

Dies verstärkt den Energiefluss und gleicht beide Körperhälften aus. Je nachdem, wo man beginnt, kann die Atmung eher kühlen und beruhigen oder aktivieren und wärmen.

Umgang mit negativen Gedanken

Wie werden wir Gedanken los die uns nicht guttun? Pratipaksha bhavanam nennt man ein kluges, intensives Sich-Auseinandersetzen mit problematischen, leidhaften Gedanken und Emotionen, mit dem Ziel, diese dann loslassen zu können; Selbstreflektion und Loslassen. Negative Gedanken erkennt man daran, dass sie den Yamas und Niyamas zuwiderlaufen.

Der erste Schritt dient dem Identifizieren der eigenen Art des Denkens, von Gedankenmustern oder typischen Emotionen. Im zweiten Schritt kann man sich alternative Verhaltensweisen überlegen, vorstellen und diese im Folgenden immer mehr im eigenen Geist kultivieren, bis sie in das eigene Verhalten übergehen und immer selbstverständlicher werden.

Man prüft die eigene Sichtweise. Ist die Wahrnehmung vielleicht verzerrt? Kann ich die Situation verändern oder vielleicht einfach vermeiden? Wie kann ich in einen ausgeglichenen Zustand zurückkommen? Was sind die Werte, an denen ich mich orientieren möchte? Grundsätzlich findet man sie in den Yamas und Niyamas. Orientiert man sein Leben daran, so erzeugt man auch um sich herum ein friedliches und liebevolles Klima und findet Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit und Orientierung auf die wesentlichen Werte Dies geht mit Reinigung, Befreiung von mentalem und emotionalem Ballast einher und schützt uns gleichzeitig vor erneuten negativen Einflüssen.

YAMAS
Ahimsa (Nicht verletzen)
Satya (Aufrichtigkeit)
Asteya (Nicht stehlen)
Brahmacharya (Leben im
Bewusstsein um die Quelle
unseres Lebens)
Aparigraha (Nicht greifen)

NIYAMAS
Shauca (Reinheit innen
und außen)
Santosha (Kultivierung
einer haltung der Zufriedenheit)
Tapas (Übungen, die zur
inneren und äußeren
Reinigung führen)
Svadhyaya (Studium und
Selbsterforschung)
Ishvarah-Pranidhana (Hingabe
an unsere Quelle)

Ahimsa

Wenn man gut zu den Menschen, den Tieren und den Pflanzen ist, die Erde und unseren Lebensraum schützt, geht es uns selbst gut. Das ist ein Prinzip, dass zu Zeiten Patanjalis genauso Gültigkeit hatte wie in unserem modernen Leben. Es ist die Grundlage aller Fürsorge auch für uns selbst. Ein offenes Herz lässt eine Energie in uns wachsen, die Negatives verdrängt und heilsam ist.

Satya

Man kann nur an sich arbeiten, wenn man Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit im Umgang mit sich selbst und anderen gegenüber entwickelt. Dazu gehört zum einen ein gesunder Menschenverstand, außerdem Liebe sowie die Fähigkeit, ein Fehlverhalten zu vergeben, jedem eine weitere Chance einzuräumen und eine gute Absicht in anderen Menschen zu sehen.

Asteya

Wieso bleibt diese Tugend so aktuell? Wir wissen natürlich, dass es nicht rechtens ist, jemandem etwas wegzunehmen, materielles oder geistiges Eigentum zu entwenden. Darüber hinaus gehend gilt es zu vermeiden, das auch nur haben zu wollen, was andere haben, wollen oder können. Wenn wir das, was wir bei anderen sehen, bei uns vermissen, machen wir uns selbst zu sog. Mängelwesen, bestehlen eigentlich uns selbst und empfinden uns selbst nicht mehr als ganz und komplett. Asteya ist eine Geisteshaltung, die zu innerem Frieden führt.

Brahmacharya

Dies ist der Weg zu Brahma, zu dem der größer ist als das Größte. Brahmacharya steht für eine Lebensführung, die vernünftige Selbstbeschränkung, rechtes Maß und die Fähigkeit vereint, uns von unseren Sinnen nicht forttragen zu lassen. Maßlosigkeit kommt einer Ausbeutung unserer eigenen Ressourcen gleich und schwächt uns.

Aparigraha

Heißt nicht greifen, nicht raffen. Wir tun das nur zu gern, halten alles fest, weil es uns eine Sicherheit vorgaukelt: Titel, Positionen, Beziehungen, Dinge, Gesundheit, Erfahrungen. Und was ich habe, können andere nicht haben. Das Verhaftetsein, das Reservieren für sich selbst macht uns selbst klein und belastet uns. Nichts ist ewig, das wissen wir doch, also warum jetzt festhalten?

Shauca

als körperliche äußere und innere Reinigung meint z.B. Reinigung mit Wasser und Seife, für uns selbstverständlich, für viele auf der Welt schwerer zugänglich. Shauca betrifft auch unsere Ernährung. Dazu gehören die sechs Shatkarmas (Shat – sechs, Karma-Handlung) , raffinierte Techniken, um das Innere unseres Körpers zu reinigen und so der Intoxikation entgegen zu wirken mit dem Zeil, Harmonie im Körper zu schaffen und die Energieflüsse, z.B. Ida und Pingala, auszugleichen.

z.B: Jala Neti

Spülen der Nase, am besten mit leicht gesalzenem lauwarmem Wasser und einem Nasenkännchen (Netikännchen). Es reinigt den Nasen-Rachenraum, der sich als erstes mit Keimen und äußeren Einflüssen auseinandersetzt, der Nahrung in den Körper transportiert und für die Atmung wesentlich ist. Zudem münden an diesem Ort zentrale Energiebahnen. Am besten übt man Jala Neti zusammen mit seiner/m Yogalehrer/ in. Vorsicht, wenn die Nasenschleimhäute sehr verletzlich sind.

Santosha

Es beschreibt den Zustand der Zufriedenheit. Wünsche können zwar ein Motor für die eigene Entwicklung sein. Sie versetzen uns aber auch in Unruhe, sind mit einem ständigen Streben nach Erfüllung und Befriedigung verbunden. Wünsche sollen uns nicht beherrschen. Wenn sie es wert sind, tun wir unser Bestes zu deren Verwirklichung und dann? – lassen wir sie los!

Tapas, Svadhyaya und Ishvarah Pranidhana sind die Basistugenden für das Kriya-Yoga. Tapas beschreiben reinigende und stärkende Übungen und auch die Fähigkeit, damit verbundene Anstrengungen und Schmerzen zu tolerieren und daran zu wachsen. Dazu kann der Umgang mit schmerzhaften Lebenserfahrungen gehören, mit Trennung, Krankheiten oder dem Gefühl, ungerecht behandelt worden zu sein. Wenn wir diese wohlwollend betrachten können, etwas Abstand gewinnen, hilft dies, sie anzunehmen und einen Sinn daraus für uns zu gewinnen, zu erkennen, was wir tatsächlich sind.

Svadhyaya umfasst Studium und Selbsterforschung. Es dient der Entlastung und Reinigung durch das regelmäßige Reflektieren spiritueller Erkenntnisse. Svadhyaya hilft uns, Tiefe in unserem Leben zu finden, schädliche Einflüsse zu relativieren und aufzulösen.

Wesentlich ist vor allem Ishvarah-pranidhana. Es beschreibt die Hingabe an die Quelle, eine Möglichkeit, um die wahre Natur unseres Seins zu erkennen und mit Dankbarkeit, Demut und Liebe zum Höchsten Göttlichen seinen Segen anzunehmen. Mantras, bestimmte spirituelle Zeremonien und Gebete sind der Weg dorthin.

Asanas

Mit Bewegung und Atem entgiften

Zur Detoxikation ist es ratsam, die Asanas längere Zeit zu halten oder sie bei mehr aktiven Asanas oder Flows längere Zeit zu praktizieren und sie auch wenn der Körper eigentlich in die Ausgangsposition zurückkehren möchte, noch einige Zeit durchzuhalten und beim die Entlastung und Reinigung zu visualisieren.

Veerasana

Veerasana ist eine Position, die dazu dient, den Geist zur Ruhe zu bringen. Unruhe und negative Gedanken spielen eine große Rolle und sind Gift für unsere Ausgeglichenheit und Gesundheit. Sie sieht leicht aus, soll aber auch über längere Zeit ohne Mühe in Balance gehalten werden. Daher benutzt man, wenn nötig, ein Kissen zwischen Fuß und Gesäß, eine Decke unter den Knien oder was einem guttut und hilft, einige Minuten in der Position zu verharren. Man beginnt im Vajrasana, setzt einen Fuß neben dem anderen Knie auf, Ellbogen auf das aufgestellteKnie und legt den Kopf in diese Hand. Wenn wir die Balance gefunden haben, schließen wir die Augen und verharren in der Entspannung und Stille. Wenn der Körper ruhig ist, können die Gedanken fließen und sich nach und nach verflüchtigen.  

Surya Namaskar

Je nach der Ausführung wirkt der Sonnengruß reinigend oder aktivierend, immer kraftvoll. Lassen Sie den Körper in der Bewegung und dem Atem fließen. Bewegen sie sich im ersten Durchgang bewusst, werden dann schneller und reinigen so den Körper überwiegend. Praktizieren Sie dies so lange, wie es guttut. Dann schließen Sie noch wenige langsame Durchgange an und lassen die Energie in der anschließenden Entspannung wirken. Der Sonnengruß hat vielfältigen Nutzen und ist für Detoxikation sehr wertvoll.

Oberkörperdrehung


Im aufrechten Sitz heben
wir die Oberarme halb und
angewinkelt und drehen jeweils
den Oberkörper mit
dem Ausatmen nach rechts
bzw. links.

Gedrehte Stuhlposition


Durch die Beugung der Knie
mit aufrechtem Rücken wird
der Energieifluss entlang
der Wirbelsäule erleichtert.
Rücken und Bauch sing bewusst
aktiviert. Die Herzensenergie
aktiviert, Solar Plexus,
Bauch und Flanken im tiefen
Atmen gereinigt und aktiviert.

Hund (Parvatasna)
In der Berg- oder Hundposition entfaltet
sich die entgiftende Wirkung je
nach Verteilung des Schwerpunktes
und Lenken der Atmung.

Nach vorn und nach hinten schauender Hund:
Ist man anfangs mit der Aufmerksamkeit auf den Händen,
Beinen und Oberkörper, so verlagern wir das Gewicht
dann weiter nach hinten, die Fußsohlen gehen zum Boden,
den Kopf nehmen wir zwischen die Arme, das Gewicht verlagern
wir auf Becken und Unterbauch, das Steissbein anheben,
der Oberkörper wird entlastet.

Heben wir ein Bein gestreckt nach
oben,
so gelingt es leichter, das Gewicht
ganz nach hinten zu verlagern
und die Fußsohle ganz aufzusetzen.


Als Variante in der Hundposition fassen
wir mit der Hand den Fuß der
anderen Seite und konzentrieren die
Energie so vor allem auf einer Seite.

Hund Kobra – dynamische Variante
Wir führen im Wechsel einatmend die
Kobra- , ausatmend die Hundposition
aus.

Jhulana Lurhakanasana
Mit angezogenen Beinen seitlich rollen
und damit den Rücken massieren
und durch die Beinhaltung auch
dabei die inneren Organe und dann
vor und zurückschaukeln. Die Übung
wirkt aktivierend, stärkend, richtet auf
und befreit von Blockaden unterschiedlichen Ursprungs.

Supta Udarakarshanasana
Eine einfache Übung, die jeder nach seiner Beweglichkeit ausführen kann. Sie tut gut, weil sie von Blockaden und Belastungen befreit. Es gibt verschiedene Varianten. Gemeinsam ist die Rotation im mittleren Rumpf, wobei Kopf und Oberkörper zur einen, Beine und unterer Körper zur anderen Seite drehen. Dabei nehmen wir Atem- und Energiefluss und Blockaden wahr und visualisieren, wie wir sie mit der Bewegung und Atmung auflösen.

Variante 1:

Die Beine sind aufgestellt, Füße dicht am Gesäß,
diesmal nebeneinander. Die Arme strecken wir gerade
zur Seite mit den Handflächen nach unten oder verschränken
sie im Nacken. Mit dem Ausatmen drehen wir
den Kopf in die eine, den unteren Körper auf die andere
Seite. Die Knie liegen am Boden.
Variante 2:

die Füße stehen hüftbreit auseinander. Bei der
Seitdrehung ruht der Fuß auf dem anderen Knöchel, die
Knie auf dem Boden
Variante 3:

ein Fuß steht auf dem anderen Knie, das andere
Bein bleiibt auch in der Seitrotation gestreckt.
Variante 4:

Ein Bein wird im Einatmen nach oben gestreckt
und mit der Ausatmung und Rotation auf dem Boden abgelegt.
Der innere Fußrand liegt am Boden, die Zehen
nach oben gerichtet.

Sarvangasana
Diese Asana reguliert den Hormonhaushalt, das
Kreislauf- und Verdauungssystem, das Atmungsund
Nervensystem, den Stoffwechsel und entlastet
die Wirbelsäule. Es fördert umfassende Reinigung
und Regeneration. Es ist sehr lohnenswert
sie längere Zeit zu halten.

Halasana
Das Halasana kennen wir gut. Der Effekt kommt vor allem
aus dem längeren Halten und bewussten Atmen.
Die Entgiftung wirkt in den Bauchorganen, vor allem Leber
und Bauchspeicheldrüse. Nieren und Nebennierendrüsen
werden aktiviert, der Darm entlastet. Auch das Hormonsystem
wird normalisiert und aktiviert und die Wirbelsäule
entlastet und gestreckt. Die Energie reichert sich im gesamten
Körper mit der tiefen Atmung an und entfaltet so
die entgiftende
Wirkung.

Druta Halasana (Dynamischer Pflug)
Eine dynamische Variante, die den Nutzen beider Übungen verbindet. Im Einatmen sind wir im aufrechten Langsitz, mit dem Ausatmen nach vorn ins Paschimottansana oder hinten ins Halasana gebeugt. Die Reinigung wird beschleunigt und insbesondere Leber, Gallensystem, die Unterbauchorgane und der Darm werden in der Funktion angeregt. Sinnvoll ist es, zunächst die Übung dynamisch zu praktizieren, dann längere
Zeit in beiden Endpositionen zu verbleiben.

Naukasana
Die Bootposition bringt körperliche und geistige Frische
zurück. Es entspannt das Nervensystem. Es wirkt auf alle
wesentlichen Körpersysteme reinigend und tonisierend. Wenn man die Position vor der Entspannung
praktiziert, so wird das Shavasana und die Meditation tiefer.

Easy Kobra (auf Ellbogen)
Zur Kobra legen wir
die Unterarme flach
am Boden auf und heben
dann gerade den
Rumpf an und stellen
uns auf die Zehenspitzen.
Man nimmt bewusst
die eigene Kraft
wahr und hebt dann in
der Haltung das Gesäß
hoch und verlagert den
Körper ausatmend nach
hinten.

Dhanuarasana
Nicht die leichteste, aber eine der besten Übungen zur Reinigung,
Entgiftung und Restitution. Leber,
Gallensystem, Bauchspeicheldrüse,
Darm und Verdauung, der
Reproduktionstrakt, die Blutzirkulation, Nieren und Nebennieren werden gereinigt und dann aktiviert. Der gesamte
Energiefluss wird aktiviert und regluliert. Je intensiver man die Asana betreibt, desto besser ist der entgiftende, stärkende und regenerierende Effekt.

Shashanka- Bhujangasana , dynamisch

In der Kobraposition richten wir unsere Energie nach vorn und oben, aktivieren den Atem, aktibvieren das Herz und auch die Chakras im Bauch. Das Seualchakra wird aktiviert, eine der wichtigsten Energiequellen im Körper.Und wir richten die Aufmerksamkeit zum Ajna und den Kopfchakras und verbessern so die Verbindung zum Göttlichen und die höhere Intuition. Physische und Energiekörper werden frei. Wir bleiben einige Zeit in der Position und gehen mit dem Ausatmen zurück in die Kaninchenposition. Die Wirbelsäule, der gesamte Rücken, der gesamte Rumpf und Meridiane werden gestreckt und der Energiefluss verbessert. Wir verharren in der Position und genießen die regenerierende Kraft. Mit der Wiederholung werden wir schneller und bewegen uns mit der Ein- und Ausatmung jeweils in die Kobra-, dann mit der Ausatmung in die Kaninchenposition.  

Kobra– Garbasana – dynamische PositionIm Brett mobilisieren wir Energie und in der Kindsposition führen wir sie in den gasamten Körper und lassen die Wirkung dort entfalten.

Tisch
Mit dieser Asana präsentieren
wir bewusst unsere ganze
Kraft, atmen in alle Chakras,
spüren, wie der Energiefluss
in Gang kommt. Oberkörper
und Schultern werden frei, öffnen sich. Der Energiefluss
durch den ganzen Körper wird aktiviert.

Kamel
Je mehr wir die Position
optimieren, desto stärker ist die entgiftende Wirkung. Man
spürt die eigenen Begrenzungen und Schwächen.

Gedrehtes Tricona

Drehsitz , Hand hoch
Eine grazile Übung mit
überragender Wirkung. Sie
entastet vom Stress, wirkt
harmonisierend, oft sogar beglückend.

Power Atmung
Wir stehen Beine hüftbreit gespreizt, Füße etwas nach außen,
Arme angewinkelt nach oben. Bei der Ausatmung
bewegen wir die Arme leicht nach oben und öffnen die
Hände. Beim Ausatmen schließen wir die Fäuste, greifen
Energie und ziehen sie kraftvoll zu uns Dies geschieht im
eigenen Atemrhythmus, wir geben bewusst verbrauchte
Energie ab und holen frische Energie ein.

Quellen:
Ralph Skuban, Patanjalis Yogasutra, Der Kömigsweg zu einem weisen Leben
yoga-flow.at