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Sri Sai Prana Yoga

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Spaß an Partnerübungen?
Der Kopfstand

2013 begann ich mit der Yoga-Lehrer-Ausbildung in Rishikesh am Ganges. So viel Zeit hatte ich mir in 50 Jahren nicht für mich selber genommen. Mit Yoga begann für mich ein neuer Lebensabschnitt. Ich habe nur bedauert, dass ich nicht schon 10 Jahre eher zum Yoga gekommen bin. Der Kopfstand war damals noch nicht aktuell, es gab so viele andere Asanas zum täglichen Üben.

 

Bei der Yogalehrer-Weiterbildung mit Acharya Sashidar 2014 in Hamburg konnte ich dann nur bewundern, was er im Kopfstand alles machen konnte. Am letzten Tag haben wir dann alle mit gegenseitiger Hilfe den Kopfstand geübt. Als Kind haben wir Kopf und Handstand in der Schule gelernt, aber Yoga-Kopfstand geht langsam. Man muss lernen, in jeder Position das Gleichgewicht zu halten. Als Frau hat mir vor allem die Kraft in den Schultern gefehlt. Da hilft außer regelmäßigen Sonnengrüßen besonders der Delfin, da man sich hier ebenfalls auf den Ellenbogen und verschränkten Händen abstützt. Das hilft physisch, die Schulter- und Armmuskulatur zu stärken und sich mental auf den Kopfstand vorzubereiten
 

In der Fortgeschrittenen Yogalehrer-Ausbildung 2017 in Narsapur (Indien) war der Kopfstand dann schon integrierter Bestandteil. Erst als ich gesehen habe, wie Paul und Mathias sich aus dem Kopfstand in den Skorpion gestützt haben, wurde mir klar, dass ich noch zu viel Gewicht auf den Kopf verlagert hatte und ich mehr mit den Schultern arbeiten müsste. Wieder zu Hause angekommen, habe ich estgestellt, dass der Kopfstand in der Gruppe viel leichter geht als alleine. Um den Druck auf den Kopf nicht zu stark zu erhöhen, habe ich monatelang die „Laufübung“ integriert, bevor ich wieder Kopfstand gemacht habe. Bei der „Laufübung“ wird der Kopf in den verschränkten Händen auf dem Boden abgelegt und Ellbogen zum gleichschenkligen Dreieck auf die Matte (wie für Kopfstand), dann mit den Beinen ran laufen an den Körper bis der Rücken senkrecht ist und Beine gestreckt am Boden (mit Zehenspitzen). Hierbei kann man den Körper mit den Schultern mehrere Zentimeter hochdrücken und wieder entspannen.

Bei der Yogalehrer-Ausbildung zu den Umkehrübungen im März 2019 hat Elke Köhler dann den Yogahocker FeedUp® mitgebracht und wir konnten unter Anleitung den Kopfstand damit ausprobieren. Also habe ich mir den Yogahocker bestellt, da er durch das Hängen des Kopfes hilft, auch die Halswirbelsäule zu entspannen. Seitdem ist es für mich kein Problem, gleich nach den Sonnengrüßen den Kopfstand zu machen. Ich freue mich, dass ich durch das Festhalten am Hocker erstmals in der Lage bin, langsam in  die Position zu gehen und auch langsam wieder zurück. Das langsame „Zusammenfalten“ übt die entsprechenden Muskeln im Bauchbereich, welche bisher noch nicht beteiligt waren. Langsam steigere ich jetzt auch die Dauer der Übung. Hinterher ist man ruhig, sehr klar im Kopf und fröhlich. Also werden nicht nur Schlacken im Kopfbereich abgebaut, sondern auch ein paar Glückshormone ausgeschüttet. Außerdem merke ich wie sich die alten Verklebungen und Ablagerungen im Beckenbereich lösen und der untere Rücken flexibler wird.

 

Jetzt weiß ich, warum der Kopfstand die Königsübung genannt wird, und bin dankbar, dass mein Körper immer besser in der Lage ist, in dieser Asana zu entspannen. Ich danke allen meinen Lehrern und hoffe, dass meine Erfahrungen Euch helfen können, diese Übung zu meistern. Let’s do it!

Odett Kühn,

Sri Sai Prana Yoga-Lehrerin
 

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