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Sri Sai Prana Yoga

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Sri Sai Prana Yoga

Das Herz

Das Herz ist der Motor, der die Blutversorgung in unserem Körper ermöglicht. Unermüdlich pumpt es große Mengen Blut durch den Körper, lässt es in der Lunge mit frischem Sauerstoff anreichern und bringt es wieder auf den Weg durch den Körper, bis in den kleinesten Winkel, bis in jede Zelle.

Gerade als Yogalehrer sind Kenntnisse über das Herz hilfreich, über die Anatomie, seine Funktionen und Zeichen und Ursachen einer Herzschwäche. Im Folgenden wollen wir uns darüber einen Überblick verschaffen.

 

Wir wollen das Herz auch energetisch betrachten. Die Herzensenergie ist eine ganz besondere. Wenn wir etwas von Herzen tun, so ist es liebevoll, verständnisvoll. Mitgefühl, Toleranz, Großzügigkeit und vor allem Liebe sind Qualitäten des Herzens. Wenn wir etwas von Herzen tun, breitet sich unwillkürlich eine gewisse wohltuende Schwingung im Körper aus und oft erscheint ein Lächeln auf unserem Gesicht.

 

Die Herzensenergie ist sanft, beruhigend, ausgleichend und harmonisierend. Wenn man Dinge mit dem Herzen sieht, hat man das Wohl anderer im Sinn. Handelt man aus dem Herzen, so fällt es leichter zu verstehen und zu vergeben und inneren Groll, Bitterkeit und Ärger aufzulösen. Das muss also eine sehr heilsame Kraft sein. Negative Emotionen schaden uns und spielen oft eine Rolle bei der Entstehung von Beschwerden. Die Herzensenergie wirkt dem entgegen. Wussten Sie, dass es kaum bösartige Erkrankungen am Herzen gibt? Das Herz ist die einzige Körperregion, wo maligne Tumore eine extreme Rarität sind.

 

Auch als Kosewort für Menschen, die wir lieben, benutzen wir „mein Herz“. Ja, „mein Herz“, versteh bitte „mein Herz“, und gleich weiß man, dass derjenige es gut mit einem meint.

 

Ist das Herz aktiviert, so kann man sich leichter öffnen, Vertrauen entwickeln, sich einlassen. Die Energie des Herzens ist sanft, milde und dennoch sehr kraftvoll. So wie herzliche Menschen sanft im Umgang sind und dennoch mit ihrer Liebe Türen öffnen und sehr viel bewegen können.

 

Aus gutem Grund beginnen wir im Psychoprana mit dem Herzchakra. Und gerade, wenn es im Yoga um Stressreduktion geht, erweisen sich Asanas als nützlich, die den Energiefluss regulieren und vor allem das Herzchakra aktivieren und Blockaden in diesem Bereich lösen. Für Karmayoga und Bhaktiyoga ist selbstlose Liebe die Grundlage. Sie helfen, innere Blockaden zu lösen und gelten als die effektivsten Wege zur eigenen Entwicklung.

 

Das Herz schlägt in unserer Brust

Das Herz ist ein Muskel in der Mitte der Brust, mehr links gelegen, der sich im gleichmäßigen Rhythmus kontrahiert und entspannt. So zieht das Herz Blut aus der Peripherie ein und pumpt es beim Zusammenziehen wieder in den Körperkreislauf. Der Druck und die Geschwindigkeit, mit denen das Herz arbeitet, bestimmen den Blutfluss und bieten dem Organismus die Möglichkeit, die Durchblutung zu regulieren.

Wir unterscheiden einen großen und einen kleinen Kreislauf sowie das rechte und das linke Herz. Der große Kreislauf führt das Blut vom Herzen in den gesamten Körper, in den Rumpf, die Extremitäten, den Kopf und wieder zurück und versorgt alle wichtigen Organe. Über die Hauptschlagader, die Aorta, gelangt das Blut über die Halsgefäße in den Kopf, zu den Armen und über die Bauchschlagader in den Rumpf und zu allen inneren Organen sowie über die anschließenden Beckengefäße in die Beine. Zu Beginn sind die Gefäße kräftig und großlumig. Sie müssen einem gewissen Druck standhalten. Dann verzweigen sie sich und werden immer kleiner, bis sie zuletzt in ein feines Kapillarnetz münden. In diesem ist der Druck gering, die Fließgeschwindigkeit langsamer,- beste Bedingungen, um den Sauerstoff aus dem Blut aufzunehmen und Kohlendioxid mit auf den Weg zu geben. Auf dem Rückweg werden die Gefäße wieder kräftiger und größer im Umfang bis sie über die untere Hohlvene das Blut wieder zum Herzen führen.

Während in den vom Herzen kommenden Gefäßen, den Arterien, die Pumpfunkton des Herzens den Blutstrom bewegt, bringen wir auf der anderen Seite, in den Venen, das Blut durch die Muskelpumpe, das Anspannen und Entlasten der Muskeln auf den Weg. Damit das Blut , wenn wir stehen oder liegen und die Muskeln nicht betätigen, nicht in der Peripherie versackt, gibt es in den Venen Klappen aus Bindegewebe, die den Rückstrom des Blutes verhindern. Das Blut bleibt auf der Etage stehen und kann mit der nächsten Bewegung weitertransportiert werden.

Über die Venen gelangt das Blut zum rechten Herzen, wird dort aufgenommen und in die Lunge geführt. Dies ist der kleine Kreislauf. Er führt das Blut in die Lunge. Dort reichert es sich mit Sauerstoff an, fließt zum linken Herzen zurück und begibt sich von dort wieder auf den Weg durch den Körper.

Während in den vom Herzen kommenden Gefäßen, den Arterien, die Pumpfunkton des Herzens den Blutstrom bewegt, bringen wir auf der anderen Seite, in den Venen, das Blut durch die Muskelpumpe, das Anspannen und Entlasten der Muskeln auf den Weg. Damit das Blut , wenn wir stehen oder liegen und die Muskeln nicht betätigen, nicht in der Peripherie versackt, gibt es in den Venen Klappen aus Bindegewebe, die den Rückstrom des Blutes verhindern. Das Blut bleibt auf der Etage stehen und kann mit der nächsten Bewegung weitertransportiert werden.

Über die Venen gelangt das Blut zum rechten Herzen, wird dort aufgenommen und in die Lunge geführt. Dies ist der kleine Kreislauf. Er führt das Blut in die Lunge. Dort reichert es sich mit Sauerstoff an, fließt zum linken Herzen zurück und begibt sich von dort wieder auf den Weg durch den Körper.

Überall im Körper sind Sensoren, die die Sauerstoffversorgung, Bltutdruck und Puls registrieren. Wenn wir uns anstrengen, benötigt der Körper mehr Sauerstoff, und das Herz reagiert darauf: es steigert den Puls und den Blutdruck, und der Atem wird schneller, damit auch in der Lunge mehr Sauerstoff aufgenommen wird.

 

Ist der Blutdruck zu niedrig, haben wir zu wenig getrunken oder hat jemand Blut verloren, so gleicht der Körper dies aus, indem das Herz schneller schlägt.

 

Ist der Blutdruck zu hoch, so schlägt das Herz langsamer. Ist der Puls zu niedrig, so steigt der Blutdruck. So reguliert der Körper über Blutdruck und Puls Blutfluss und Sauerstoffversorgung der Gewebe. 

Wie sieht mein Herz aus?

Das Herz ist im Herzbeutel geschützt. Es ist ein kräftiger Muskel. Linkes und rechtes Herz sind durch eine Scheidewand, das Septum getrennt. Im linken Herz ist der Druck höher als rechts, um den Ruhedruck im Gefäßsystem zu überwinden und das Blut in den Körper pumpen zu können.

Rechtes und linkes Herz bestehen jeweils aus Vorhof und Kammern. Die Vorhöfe nehmen das Blut aus der Peripherie bzw. der Lunge auf, die Kammern pumpen es aus dem Herz heraus. Zwischen Vorhof und Kammern  gibt es Klappen, die sich bei Bedarf verschließen wie Türen zum nächsten Zimmer und so den Blutfluss ausrichten.

Zudem ist das Herz von einem Reizleitungssystem durchzogen, das wie ein elektrisches Netz von einem Stromimpuls geladen wird und den Herzschlag auslöst. Den Takt für die Herzarbeit gibt der Sinusknoten an der oberen rechten Ecke des rechten Vorhofs an, regelmäßig 60 bis 90 mal in der Minute. Die Regelmäßigkeit der Herzaktion garantiert die bestmögliche Herzkraft. Vom Sinusknoten fließt der elektrische Impuls durch den rechten Vorhof zum AV-Knoten am Kreuzungspunkt zwischen Vorhöfen (Atrien) und Kammern (Ventrikeln) und von dort in die Scheidewand und die Muskeln der Herzkammern. Am kräftigsten ist die linke Herzkammer. Sie muss am meisten Arbeit leisten.

Auch das Herz selbst muss gut durchblutet werden, und zwar über die Herzkranzgefäße. Die rechte und linke Koronararterie versorgen die linke und Vorderseite des Herzens bzw. die rechte die Hinter- und Unterseite. Wenn das Herz anhaltend sehr beansprucht wird, zB. durch exzessiven Sport, nimmt die Muskelmasse des Herzens zu. So ein Sportlerherz transportiert mit einem Schlag mehr Blut als ein normales Herz und muss daher für die gleiche Leistung langsamer schlagen.

Was macht das Herz schwach und wie äußert sich das?

Der Herzmuskel ist sehr leistungsfähig. Wenn aber die eigene Durchblutung gestört ist, leidet er in seiner Funktion. Dies nennt man eine koronare Herzkrankheit. Die Durchblutung ist vermindert und reicht bei Anstrengung nicht mehr aus. Sauerstoffmangel an einem vitalen Gewebe des Herzens löst Schmerzen aus. Das heißt bei Belastung kommt es in diesem Fall zu Druck oder Schmerzen im Brustkorb, der je nach Lokalisation der Durchblutungsstörung in den Oberbauch, den Hals und Kiefer oder die Arme ausstrahlen können. Ist das Gewebe in einem Bereich abgestorben, so bezeichnet man das als Herzinfarkt. Dieser Bereich bewegt sich nicht mehr wie der übrige Herzmuskel, und damit lässt die Kraft des Herzens als Pumpe nach. Eine Herzschwäche, genannt Herzinsuffizienz, ist die Folge. Ist das rechte Herz betroffen, so staut sich das Blut zurück in die Peripherie. Die betroffenen Menschen leiden unter Schwellungen der Knöchel und Unterschenkel, im fortgeschrittenen Stadium staut es sich bis in den Bauch und kann z.B. eine Stauungsgastritis im Magen hervorrufen. Bei einer Linksherzschwäche staut sich das Blut in die Lungen zurück. Luftnot, anfangs bei Belastung, später schon in Ruhe, sind die Folge. Bei einer biventrikuären Herzinsuffizienz staut sich das Blut in der Lunge, wie in der Peripherie.  

Eine Herzschwäche kann durch eine koronare Herzkrankheit bedingt sein, durch eine infektbedingte Schwächung des Herzmuskeln, durch eine beständige Überbeanspruchung z.B. bei Bluthochdruck sowie durch eine ungeordnete Herzaktion bei Herzrhythmusstörungen .

Auch Herzrhythmusstörungen vermindern den geordneten Ablauf der Herzaktion und vermindern die Herzleistung. Bei einem unregelmäßigen Herzrasen, das vom Vorhof ausgeht, dem Vorhofflimmern, vermindert sich die Herzleistung um ca. 15 %. Massivere Herzrhythmusstörungen mit längeren Pausen oder einem so schnellen Puls, dass sich das Herz nicht mehr füllen kann, kann zu Schwindel, Atemnot und sogar zu plötzlicher Bewusstlosigkeit führen. Die Menschen stürzen hin und erinnern sich an das Ereignis selbst nicht, wenn sie wieder aufwachen. Sie finden sich einfach auf dem Boden wieder und wissen nicht, wie sie dorthin gekommen sind.

Schwindel oder sogar Kollaps im Rahmen eines niedrigen Blutdrucks kündigen sich an und nehmen oft zu, wenn man dem nicht entgegenwirkt z.B. indem man sich hinlegt und die Beine hochhält Ein hoher Blutdruck führt über Jahre zu einer Überlastung des Herzens. Mit der Zeit erschöpft sich der Herzmuskel. Während er zunächst auf die vermehrte Beanspruchung mit einem Muskelwachstum reagiert, lässt die Dehnungsfähigkeit und Kraft des Herzmuskels mit der Zeit nach. Der Herzmuskel ist wie ausgeleiert und kann nur noch geringer Kraft aufbauen. Die Herzleistung lässt nach.

Symptome bei Erkrankungen des Herzens

Ist das Herz schwach, so lässt die Belastbarkeit nach. Das Herz schafft es nicht mehr, dass Blut vollständig zu transportieren und so staut es sich vor dem rechten oder linken Herzen. Man spricht von einer Rechts-, Links- oder beidseitigen Herzinsuffizienz. Die Stauung vor dem Herzen zeigt sich in Flüssigkeitseinlagerungen in den Füßen und Unterschenkeln. Es kann zu einer Stauungsgastritis oder Ansammlungen in der Lunge kommen. In flacher Körperlage und bei Anstrengung tritt Schwäche und Kurzluftigkeit auf, Blässe und oft Schwitzen. Bei erheblicher Herzschwäche können sich 1-2 L Flüssigkeit in der Lunge ansammeln und ihre Entfaltung behindern. Da der Herz die Flüssigkeit am Tage nicht bewältigen kann, entsorgt sie sie in Ruhe in der Nacht. Die Menschen müssen mehrfach nachts aufstehen und Wasserlassen.

Durchblutungsstörungen des Herzens zeigen sich durch Enge im Brustkorb, Angina pectoris genannt. Typisch ist en Angstgefühl und Druck oder Schmerzen unterschiedlichen Schweregrades. Bei einem Herzinfarkt spricht man von einem Vernichtungsschmerz. Die Schmerzen strahlen in den Hals und Kiefer, beide Arme oder in den Oberbauch aus. Durchblutungsstörungen an der Unterseite des Herzens können sich auch einfach durch Übelkeit und Oberbauchdruck und Zeichen minderer Belastbarkeit äußern.

Ein erhöhter Blutdruck zeigt sich in Gesichtsröte und Kopfdruck, Menschen mit niedrigem Blutdruck sind blass und müde. Schwindel kann bei beiden auftreten. Dabei geht jemandem mit niedrigem Blutdruck meist rasch besser, wenn man ihn hinlegt und die Beine hochhält. Bei erhöhtem Blutdruck oder Herzbeschwerden darf derjenige liegen, der Oberkörper, nicht nur der Kopf, iegt leicht erhöht auf einem Kissen und auch unter die leicht angewinkelten Knie legt man ein Kissen. Man nennt dies eine Herzlagerung. Wenn man die Beine über das Kopfniveau hebt wirkt das wie eine Autoinfusion. Das Blut fließt vermehrt zum Herzen und Kopf , und dies würde den Blutdruck noch mehr steigern. Gefährlich!   

 

Auch wenn man nur einen grippalen Infekt hat, soll man sich schonen. Sonst könnte eine Herzmuskelentzündung Herzbeutel- oder Innenhautentzündung die Folge sein. Überanstrengt man sich, so kann die Entzündung sich auf den Herzmuskel ausdehnen oder es können sich Komplexe aus Erreger und Antikörper an den Herzklappen ablagern und damit die Klappe verengen oder den Klappenschluss stören. Bei einer Verengung gelangt nicht genug Blut in den Körper. 

Viele Erkrankungen können sich auf das Herz ausdehnen. Rheumatische Beschwerden oder andere Autoimmunerkrankungen können die Herzleistung beeinträchtigen.

Manchmal neigen gerade sehr sportliche Menschen dazu sich überfordern oder auch solche, die die Herzschwäche einfach nicht akzeptieren möchten. Sie belasten sich trotz Beschwerden und missachten die eigenen Grenzen. Als Yogalehrer ist es wichtig, einen Blick dafür zu entwickeln und diejenigen in Ihrem Übereifer zu bremsen.

Risikofaktoren

Stofwechselkrankheiten wie Diabetes und Erhöhung der Blutfette, Bewegungsmangel und Stressbelastung, Schlafmangel und ein Dysharmonie des vegetatitven Nervensystems, Bluthochdruck führen zu einer Verkalkung der Gefäße. Eine Störung der Blutversorgung in Herzen selbst, im Kopf oder den inneren Organen sowie eine mangelnde Elastizität und Brüchigkeit der Gefäßwände können die Folge sein.

Herz und Prana Heilung

Energetisch wird das Herz von dem vorderen und hinteren Herzschakra sowie den untergeordneten Herznebenchakras versorgt, auch von den Chakras des Solarplexus und Halses. Und natürlich sind je nach Auslöser der Herzbeeinträchtigung die übrigen Hauptchakras zu berücksichtigen. Solar Plexus Chakras, Nabel-, Milz, Meng Mein und Wurzelchakra, die auf höherer Ebene regulierenden Kopfchakras und die Organe wie Leber, Nieren und Nebennieren sowie die Milz haben Einfluss auf den Blutdruck, Kreislauf und das Herz. Die Nieren, die Leber, der Darm werden über Nabel-, Solar Plexus, Meng Mein, Wurzelchakras versorgt. Die Kopfschakras verbessern die zentrale Regulierung von Stoffwechsel- und Durchblutung und insbesondere Hals-, Kieferneben und die Kopfchakras den Blutfluss in den hirnzuführenden Gefäßen und dem Gehirn.

Herz und Spiritualität

Wir singen ein Lied auf die Liebe, ein liebevolles Miteinander genauso wie auf die Liebe für sich selbst. Herzlichkeit, das Handeln aus dem Herzen, liebevolle Freundlichkeit, bringen Toleranz und Freude. Sie dienen dem eigenen inneren Frieden und Zufriedenheit, der Verständigung untereinander und sind die Voraussetzung, um vergeben zu können. Bhaktiyogis praktizieren diese Güte, Liebe und Hingabe aus einem wissenden Herzen heraus und sind ebenso im Einklang mit den oberen Chakras. Gesundheit bedeutet Wohlbefinden und gute Funktion auf körperlicher, emotional-mentaler wie geistiger Ebene. Innerer Groll, Wut oder sogar Hass sind oft Auslöser für Herzerkrankungen. Vergebung und Toleranz sind hier hilfreich. Erwartungen sind immer wieder Anlass für Enttäuschungen. Das Verhaftetsein in negativen Gedanken und Festhalten an negativen Einstellungen und Kritik an sich selbst wie an anderen, steht einer Heilung im Wege.  

Ein spiritueller Mensch ist anpassungsfähig und nimmt vertrauensvoll seine Lebensbedingungen an, macht das Beste daraus und lässt dann los. Dankbarkeit und Zufriedenheit ergeben sich aus der Hingabe an den Schöpfer, Vertrauen und das Wissen um die karmischen Gegebenheiten. Was Du säst, wirst Du ernten. Missmut und Unzufriedenheit belasten den Organismus, Liebe, Freundlichkeit und Mitgefühl befreien ihn.

Und wie gehen wir im Yoga darauf ein?

Es geht darum, das Herz zu aktivieren, den Blutdruck zu regulieren, das Immunsystem zu stärken und die Organe, die Durchblutung, Puls und Blutdruck zu regulieren und zu stärken und die für den Stoffwechsel verantwortlichen Organe zu aktivieren und harmonisieren. Auch Schilddrüse, Nebennieren und Hirndrüsen sind bei der Regulierung der Herzaktion und Durchblutung massgeblich beteilitgt. Und alle die Leber, Nieren und Darm anregenden yogischen Übungen verbessern die Funktion der Organe und dienen dem guten Sotffwechsel. Stress stört alle Funktionen des Stoffwechsel-, endokrinen und Herz-Kreislaufsystems. Insofern hat Yoga allgemein sowohl eine präventive als auch therapeutische Wirkung.

Tricona Asana hilft das Meng Mein Chakra zu regulieren, Sarvanga und Halasana, Hals-, Herz- und Bauchchakras sind für die Funktion der Bauchorgane und des Herzens und Kreislaufs nützlich; ebenso alle Asanas mit Rückbeuge wie Matsyasana, Budjangasana, Ushtra. Weiteres finden sie im folgenden Artikel.

Und wenn ich selbst betroffen bin oder Betroffene unterrichte?

Zunächst einmal ist zu sagen, es gibt keinen Grund, auf Yoga aus Krankheitsgründen zu verzichten, man muss Art und Intensität nur den Gegebenheiten anpassen. Sukshma Yoga ist leicht, beansprucht den Körper wenig und errericht doch alle Hauptmeridiane und den gesamten Körper auf energtischer wie körperlicher Ebene. Und die geistige Auseinandersetzung mit uns, Studium der Yoga-Philosophie, der Prana-Bücher von Grandmaster Choa Kok Sui und heiliger Schriften überhaupt ist gerade dann indiziert. Ansonsten lässt sich die Leistungsfähigkeit des Körpers durch beständiges Üben sicher verbessern. Natürlich ist es sinnvoll, die eigenen Grenzen auszuloten Sie sind sicher auch nicht jeden Tag gleich. Mal ist man erstaunt, dass man sich viel mehr zumuten kann als an anderen Tagen, dann wiederum ist man schneller erschöpft. Es gilt, die eigenen Grenzen zu respektieren und innerhalb dieser regelmäßig Yoga zu praktizieren. Dazu gehört vor allem das Atmen. Der volle yogische Atem, der alle Stationen des Atmungssystems füllt kann Wunder bewirken, gerade wenn man dabei seine Aufmerksamkeit auf bestimmte Körperregionen richtet und eventuell sogar eine bestimmte Absicht formuliert oder ein Bild visualisiert. Das nennt man Affirmation. Junge, gesunde Menschen regenerieren schnell. Je älter man wird, je mehr beansprucht oder mitgenommen der Organismus ist, desto wichtiger ist die Beständigkeit der Yogapraxis. Täglich ein wenig ist wertvoller als einmal in großem Abstand viel. Das überfordert den Körper und geht nach hinten los. Es führt zu Überlastung und Schwäche, deren Erholung auch erst einmal wieder Zeit braucht. Wir wollen die Regenerationskräfte des Körpers trainieren.

Worauf ist nun zu achten bei der Auswahl der Yogaübungen. Es ist sinnvoll, mit Atemübungen zu beginnen: voller yogischer Atem, Wechselatumg: Anuloma-Viloma. Ist der Körper aufgeregt, neigt man zu innerer Unruhe, zu Herzrhythmusstörungen, so beginnen wir bei der Wechselatmung mit dem Einatmen links und hören auch dort auf. Sind wir eher schwach, antriebsarm, träge, beginnen wir auf der rechten Seite und hören dort auch am Ende auf. Bhrameri, das sog. Hummelbrummen hat eine tiefgreifende Wirkung auf das gesamte System und beeinflusst gerade die Blutzellen und deren Regeneration und Zusammensetzung des Blutes günstig. Und das kann gerade bei einer Sauerstoffminderversorgung durch allgemeine Durchblutungsstörungen günstig sein. Außerdem verstärkt es über innere Ruhe und Gelassenheit die eigenen Kraft und klärt die Gedanken, hilft Prioritäten zu setzen.   

Es ist die Frage, wann und an welcher Störung von Herz und Kreislauf wir leiden. Geht es um eine altersgemäße Schwächung des gesamten Systems, so müssen wir akzeptieren, dass sich der Körper verändert. Wenn ich Verschleiß in den Knien habe, bestehe ich auch nicht darauf, an einem Marathon teilzunehmen. Aber innerhalb dieser Grenzen ist viel möglich. Es ist gut, sich dabei an dem eigenen Gesundheitsverlauf zu orientieren und Veränderungen auch als natürlich hinzunehmen. Im Internet sieht man 90-jährige, die immer noch Yogaübungen ohne Mühe beherrschen, die selbst manch junger Mensch nicht schafft. Diese Menschen sind mit Yoga aufgewachsen und haben es seit Jahrzehnten täglich praktiziert. Unser Leben ist anders. Diesen Stand werden wir vermutlich nicht erreichen, aber dennoch ist viel möglich, wie gesagt, durch regelmäßiges Tun. Ich sage bewusst, nicht Üben, sondern Tun. Das Tun ist natürlich, das Üben klingt wie eine Pflicht. Und das soll es nicht sein. Sich mit Freude bewegen, den Körper und seine Möglichkeiten im Atem wahrzunehmen tut gut und kann zu einem Hochgefühl führen.

Die Überschreitung der Grenzen bei einer Herzschwäche äußert sich durch Unwohlsein bis zur Übelkeit, Schwäche, man kann die Körperspannung schwer aufrecht erhalten, vor allem durch Luftnot. Man wird pustig, muss mit offenem Mund atmen, kann den vielleicht angesagten langsamen Atemrhythmus nicht mehr mithalten, muss schneller atmen, weil die Sauerstoffversorgung im Moment dem Bedarf nicht entspricht. Man beginnt zu schwitzen, nicht nur am Körper, sondern oft auch im Gesicht und an den Händen. Der Schweiß kann kalt sein. Die Gesichtsfarbe kann rot sein, wenn der Blutdruck zu sehr steigt, oder blass, wenn er sinkt. Auch bei jemandem, der sonst einen hohen Blutdruck hat, kann der Blutdruck fallen, wenn das Herz überfordert ist und die Pumpleistung nicht mehr aufbringen kann. Gerade diese Menschen leiden sehr unter dem abfallenden Blutdruck, denn sie sind ja ganz andere Verhältnisse gewöhnt und die Gefäße haben sich dem sonst hohen Blutdruck angepasst. Sie brauchen einen gewissen Druck, um das Blut zu transportieren. In diesem Fall langsam aufhören, sich hinlegen auf die Matte, aber nicht flach, sondern mit 1-2 Kissen unter dem Oberkörper, nicht nur dem Kopf, und in den Kniekehlen. Man nennt diese Position die Herzlagerung. Der Körper kann ruhen, das Blut staut sich nicht weiter in die Lunge zurück, sondern der Fluss zum Herzen wird durch die leichte Aufrichtung unterstützt. Die Beine sind etwas angehoben. Das ist gut für den Fluss des Blutes zum Herzen, aber sie sind nicht höher als das Herz, damit nicht zu viel Flüssigkeit auf einmal angeflossen kommt. So bleibt man, bis der Atem sich erholt hat und man sich wieder gut fühlt. Danach setzt man die Yogastunde erst einmal nicht fort, sondern macht allenfalls mental mit. Das nächste Mal versucht man, die eigenen Grenzen vorher zu erkennen und nicht darüber hinauszugehen. Auch das ist ein Lernprozess.

Ist die Herzschwäche nicht altersbedingt, sondern vielleicht in relativ jungen Jahren Folge einer koronaren Herzkrankheit, eines früheren Herzinfarktes, der als Folge eine mindere Belastbarkeit hinterlassen hat, oder ist sie Folge einer Herzmuskelerkrankung, die mit einem Infekt einherging, so sind die Symptome etwas anders, aber es ist nicht minder wichtig, darauf zu reagieren. Immer wieder hört man von Leistungssportlern, die während eines Wettkampfes zusammenbrechen, manchmal sogar mit tödlichem Verlauf. Für Menschen, die es gewohnt sind, mit gewisser Härte körperlich zu trainieren, ist ein grippaler Infekt doch kein Grund, das Training auszusetzen. Da nimmt man ein Schmerzmittel, etwas zum fiebersenken usw. oder es geht einfach auch ohne. Aber solche Viren sind ja nicht nur im Hals, sondern im ganzen Körper und können so auch das Herz und die Herzklappen erreichen und dort zu Entzündungen und entzündlichen Ablagerung führen. Das ist nicht weiter schlimm – wenn man Ruhe hält, bis der Körper selbst mit der Infektion fertig geworden ist. Gibt man sich diese Möglichkeit nicht und strengt sich unvermindert oder sogar ganz besonders an, streikt das Herz und versagt. Es pumpt nicht mehr ausreichend, Gehirn und sonstige Organe, auch das Herzselbst werden nicht mehr versorgt und das gesamte System kollabiert. Der Mensch bricht bewusstlos zusammen. Meist erholt er sich, aber es kann einen bleibenden Schaden am Herzen hinterlassen. Daher, wenn jemand so etwas erlebt hat, nur innerhalb seiner Grenzen Yoga praktizieren. Das fällt diesen Menschen vielleicht besonders schwer, aber wenn man einmal so einen Zusammenbruch erlebt hat, ist man aufmerksamer und weiß, wie es sich anfühlt und welche Bedrohung damit einhergeht. Nicht jeder Infekt geht mit diesem Risiko einher. Aber der Körper braucht Ruhe, um Keime abzuwehren und sich zu erholen. Wenn jemand mit einem Infekt zum Yoga kommt, also nur sehr verhalten üben oder nur mental. Asanas sind nicht lange zu halten, bei Überkopfübungen, insbes. Schulterstand und Padahastasana vorsichtig sein. Gleichzeitig bringen die Asanas, die belastend sein können, aber auch das Blut in Regionen, die sonst nicht so gut versorgt sind. Daher immer vorsichtig und eher kurz, nichts erzwingen. Mit gutem Atem sind die Übungen auch kurz gehalten sehr effektiv.

Nach einem Herzinfarkt kann die Herzleistung eingeschränkt sein. Diese Region des Herzens ist vernarbt und narbiges Gewebe verliert seine Elastizität, kann sich also nicht mehr zusammenziehen und entspannen, wie es der übrigen Herzmuskel tut. Die Herzleistung ist dort also eingeschränkt. Ob sich das auswirkt hängt von der Größe und Lokalisation des betroffenen Bereiches ab. Am meisten Arbeit leistet die linke Herzkammer. Wenn also große Flächen des linken Herzmuskels nicht mehr richtig arbeiten können, weil nicht mehr elastisch sind, dann wird derjenige in seiner Ausdauer und Kraft deutlich beeinträchtigt sein. Darauf muss man Rücksicht nehmen. Das ist durch Training wenig beeinflussbar. Allerdings führt völlige Zurückhaltung in der eigenen Aktivität dazu, dass das Herz allgemein wie auch alle anderen Muskeln im Körper schwach werden und die Leistungsfähigkeit so stark abnimmt, wie es nicht notwendig ist und sich durch den Herzinfarkt auch nicht erklärt. Einfach sorgsam schauen, was möglich ist ohne Probleme. Der Körper erhält die Strukturen, die man auch benutzt, andere verkümmern. Kleine Infarkte merkt man meist wenig, vielleicht endgradig in der Anstrengung. Ein Herzinfarkt ist allerdings ein Zeichen dafür, dass etwas mit den Blutgefäßen allgemein nicht in Ordnung ist. Diabetes, erhöhte Fette, Bluthochdruck, Stress, Rauchen und familiäre Veranlagung spielen dabei eine Rolle. Während wir uns als Gesunder bis zum letzten herausfordern manchmal, sollte ein Mensch mit einer Einschränkung der Koronaren Durchblutung vorsichtiger sein, nicht ängstlich, nur aufmerksam. Eine Störung der Durchblutung am Herzen kann sich durch Druck, Schmerzen im linken Brustkorb oder auch ausstrahlend nach oben, zu den Seiten, nach unten, in den Rücken zeigen oder durch Übelkeit und auch durch plötzlich spürbare Kraftlosigkeit. Tritt so etwas auf, anhalten, sich bequem hinsetzen, ruhig atmen. Dann lassen die Beschwerden meist nach. Manche Betroffene kennen das auch schon und haben Nitrospray oder Herztabletten dabei, die sofort wirken und die Herzkranzgefäße öffnen. Sind die Beschwerden vorbei, so ist der Anfall überstanden, bleiben sie bestehen, ist zur Sicherheit immer ein Krankenwagen zu rufen, ohne Panik, aber zur Sicherheit. Allgemein sollen sich Menschen mit koronarer Herzkrankheit nicht überlasten. Auch wenn sie sich gut fühlen, müssen es keine 20 Sonnengrüße sein. Man muss sich nicht beweisen, zwei oder vielleicht sechs Sonnengrüße tun es auch, und sie müssen auch nicht so schnell ausgeführt sein. Asanas, die man als anstrengend empfindet, hält man nicht zu lange. Da gibt es keine genaue Zeitangebe, jeder ist selbst sein eigener Maßstab.

Kommen wir zu Menschen mit Blutdruckproblemen. Niedriger Blutdruck belastet das Herz nicht, kann allerdings zu Schwindel bis zum Kollaps führen. Die Menschen werden blass, fühlen das Ereignis kommen. Vielleiht können sie sich noch hinlegen. Dann die Beine hochnehmen und das Blut so aus den Beinen zum Herzen fließen lassen. Meist fühlen sie sich schnell besser. Aber aufstehen sollen wir dann trotzdem langsam, Stück für Stück. Gerade wenn man müde, überlastet, gestresst ist oder wenig getrunken hat, wenn es heiß ist, kann das leichter passieren.

Bei hohem Blutdruck ist mehr Vorsicht geboten. Mit Umkehrübungen soll man hier sehr zurückhaltend sein, sie am besten weglassen. Und auch nicht zu intensiv üben. Das lässt den Blutdruck in die Höhe schnellen, gerade, wenn man nicht daran gewöhnt ist, und kann zu einer krisenhaften Entgleisung des Blutdruck führen. Ruhe bewahren, hinsetzen, nicht flach hinlegen, die Beine bleiben unter Herzniveau.

Herzrhythmusstörungen mit Stolpern, des Herzschlags Unruhe, Gefühl des inneren Flatterns gehören in die Hand eines Arztes. Man setzt in dem Moment mit dem Yoga aus. Manchmal unterbricht das Trinken von einem Glas kalten Wassers oder der Valsalva Versuch – Nase zuhalten und Durck in der Nae erzeugen durch Ausatmen gegen den Druck den Finger – die Herzrhythmusstörung. Aber in jedem Fall ist es gut, gleich zu schauen, welche Art von Rhythmusstörung vorliegt.

Für Durchblutungsstörungen in der Peripherie, ob sie nun durch verengte Arterien z.B. bei Diabetes, Rauchen, Fettstoffwechselstörungen bedingt sind oder die die Venen oder Lymphgefäße betreffen, ist Yoga ideal. Dabei soll der Blutfluss in die Peripherie bei arteriellen Durchblutungsstörungen gefördert werden, indem man Haltungen einnimmt, die nach dem Gesetz der Schwerkraft Blut dorthin leiten. Hat jemand eine verminderte Durchblutung in den Beinen, so wird langes Hochhalten der Beine mit der Zeit unangenehm. Bei Stau des Blutes in den Beinen, bei Krampfadern und Lymphödemen wirkt sich das eher gut aus. Man bleibt länger in der Position, bewegt noch zusätzlich und unterstützt dabei die Muskelpumpe und lenkt vor allem mit dem Atmen Energie dorthin, die die Wiederherstellung der normalen Körperfunktion unterstützt.

Insgesamt lässt sich sagen, Yoga ist günstig bei allen Formen von Erkrankungen und unterstützt insbesondere auch Herz und Kreislauf. Wenn man nicht über Einzelheiten informiert ist, sie nicht einordnen kann oder auch die Verantwortung nicht übernehmen möchte, ist es immer richtig, die Wahrnehmung der eigenen Grenzen zu fördern und jeder selbst festzustellen, wo sind meine Grenzen, was kann ich mir zumuten, so dass es mir gut geht und was erzeugt eher Unwohlsein und wann. Danach richtete man die Intensität und Art des Yoga aus. Nähere Informationen und ein Verständnis für das Herz-Kreislaufsystem ist aber hilfreich für die Planung des Yoga und den Umgang mit Komplikationen. Es gibt einem Ruhe, wenn man versteht und weiß, warum man wie reagiert.